von Annabelle Hornung | März 24, 2021 | Podcast
VoloMuPo – Volontariat, Museum, Podcast
Das wissenschaftliche Volontariat ist so etwas wie die “Ausbildung” zum Museumsmenschen. Innerhalb von zwei Jahren erhält man Einblicke in alle Bereiche der Museumsarbeit. Vom Sammeln und Bewahren hin zur Museumspädagogik und Verwaltung. Doch wie sieht das genau aus? Was gibt es alles zu tun und welche möglichen Herausforderungen können einen erwarten? Diesen Fragen geht der VoloMuPo nach. Ein Podcast zum Informieren, Vernetzen und Austauschen für Volontär*innen, Interessierte und alle, die mal einen Blick hinter die Kulissen der Museumslandschaft schauen wollen.
Du absolvierst zurzeit dein wissenschaftliches Volontariat und möchtest gerne im VoloMuPo über deine Erfahrungen austauschen? Dann melde dich hier!

Es ist nun genau ein Jahr her, dass die Museen in Deutschland zum ersten Mal ihre Türen schließen mussten. Seitdem hat die Pandemie alles fest im Griff und trotzdem lief in den Museen die Arbeit weiter, schließlich gehört es auch zum Tagesgeschäft, Wechselausstellungen vorzubereiten und auf Wanderschaft zu schicken. Aber wie kann so etwas geschehen, zwischen Abstandsregeln, Maskenpflicht und Reisebeschränkungen?
Lasst uns darüber mal reden…
00:00:45 – Begrüßung
00:01:10 – Heute zu Gast
Heute zu Gast sind Caroline Dörr, wissenschaftliche Volontärin im Museum für Kommunikation Frankfurt, die ihr bereits aus der ersten Episode kennt und Tine Nowak, ebenfalls aus dem Frankfurter Haus.
00:01:50 – Das heutige Thema
Nach einem Jahr Pandemie werfen wir einen kleinen Blick zurück. Wie hat sich die Arbeit in den Museen verändert oder hat sie sich überhaupt allzu sehr geändert. Vor allem schauen wir auf die Wechselausstellung Back to Future, die im Museum für Kommunikation Frankfurt entstanden ist und deren Eröffnung dem Lockdown im November 2020 zum Opfer gefallen ist.
00:02:30 – Caroline Dörr (Museum für Kommunikation Frankfurt)
Caroline steht am Ende ihres wissenschaftlichen Volontariats. In ihren zwei Jahren im Frankfurter Haus standen unter dem Stern des Ausstellungsprojekts Back to Future, dass sie als Co-Kuratorin begleiten durfte.
00:03:55 – Tine Nowak (Museum für Kommunikation Frankfurt)
Tine ist zwar keine Volontärin mehr, sondern Ausstellungsmanagerin im Museum für Kommunikation in Frankfurt, aber trotzdem ist ihr das Volontariat nicht fremd, schließlich hat sie es auch im Frankfurter Haus absolviert. Nun kümmert sich um alle Belange, die bei der Produktion, Verwaltung und Weitergabe von Wechselausstellungen anfallen.
00:05:00 – Back to Future
Die Welt von Morgen, schon heute! So könnte man Back to Future zusammenfassen und doch ist da noch mehr. Die Ausstellung wirft einen Blick auf Zukunftsvisionen, moderne wie auch historische und greift dabei nicht nur auf wissenschaftliche Erkenntnisse zurück, sondern auch diverse Beispiele aus Film und Literatur.
00:13:55 – Besuch per Zeit-Slot
Seit März 2021 sind erste Museumsöffnungen wieder möglich, wenn es die Situation ergibt, d.h. aber auch Besuche nur mit Anmeldung und Zeit-Slot. Das Museum für Kommunikation in Nürnberg hat zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits wieder geöffnet und Frankfurt arbeitet auf eine baldige Öffnung hin (Anm. Die Nürnberger Museen mussten zum 16.3. wieder schließen).
00:19:35 – Tagesgeschäft im Lockdown
Selbst hinter verschlossenen Museumstüren wird gearbeitet, auch wenn keine Besucher:innen in den Ausstellungsräumen anzutreffen sind. Fleißig wird an digitalen Angeboten gefeilt und Ausstellungen erarbeitet und für die Weitergabe vorbereitet, nun jedoch mit einigen Einschränkungen.
00:23:40 – Ausstellungseröffnungen in der Pandemie
Im Oktober eröffnete das Museum für Kommunikation Nürnberg die Wechselausstellung #neuland, pünktlich fünf Tage vor dem zweiten Lockdown. Frankfurt traf es noch härter: Die Eröffnung von Back to Future fiel in den November, somit war eine Eröffnung mit Publikum und vor allem Besucher:innen in der Ausstellung selbst nicht möglich.
00:41:25 – Museum medial
Mit der Pandemie mussten sich die Museen umorientieren, um, trotz geschlossener Türen, weiterhin ihre Inhalte weitergeben zu können. So wurde sie geplant und ein wenig ungeplant immer medialer und digitaler. Sicherlich zwei Eigenschaften und Erfahrungen, die auch in einer post-Pandemiezeit von Vorteil sein können.
00:45:00 – Mobilität der Zukunft
Kurz vor Schluss gibt Caroline noch einen kleinen Einblick in den Ausstellbereich von Back to Future, den sie kuratiert hat. Fortbewegung in der Zukunft, vom Flugtaxi zum Hyperloop ist alles dabei. Mehr wird aber nicht verraten, schließlich ist die Ausstellung auch bald vor Ort zu erleben.
00:55:30 – Aus-/Rückblick auf das Volontariat
Caroline blickt nochmal auf die letzten zwei Jahre in Frankfurt zurück und gibt auch einen kleinen Ausblick auf zukünftige Aufgaben und Angebote im Volontariat.
01:03:20 – Verabschiedung
Zu Gast: Caroline Dörr (Museum für Kommunikation Frankfurt), Tine Nowak (Museum für Kommunikation Frankfurt)
Redaktion/Moderation: Christian Bihn
Intro- und Outro-Musik: “Hau ab!” von der CD: „Bruders große Reise“, mit freundlicher Genehmigung von Stephan Völker (www.stephan-voelker.de)
Ein Projekt der Museumsstiftung Post und Telekommunikation
Autor: Christian Bihn, 24.03.2021
von Annabelle Hornung | März 3, 2021 | Podcast
VoloMuPo – Volontariat, Museum, Podcast
Das wissenschaftliche Volontariat ist so etwas wie die “Ausbildung” zum Museumsmenschen. Innerhalb von zwei Jahren erhält man Einblicke in alle Bereiche der Museumsarbeit. Vom Sammeln und Bewahren hin zur Museumspädagogik und Verwaltung. Doch wie sieht das genau aus? Was gibt es alles zu tun und welche möglichen Herausforderungen können einen erwarten? Diesen Fragen geht der VoloMuPo nach. Ein Podcast zum Informieren, Vernetzen und Austauschen für Volontär*innen, Interessierte und alle, die mal einen Blick hinter die Kulissen der Museumslandschaft schauen wollen.
Du absolvierst zurzeit dein wissenschaftliches Volontariat und möchtest gerne im VoloMuPo über deine Erfahrungen austauschen? Dann melde dich hier!

Frisch von der Uni hinein ins Berufsleben. Eigentlich ein logischer Schritt, bei dem soweit keine Fragen aufkommen sollten. Wie sieht es aber aus, wenn man eine Tätigkeit im Museum anstrebt? Gibt es eine Ausbildung, einen Werdegang, den es einzuhalten gibt? Darum soll es in dieser Episode gehen.
Wir sprechen über Bewerbungen, Voraussetzungen und was man alles mitbringen muss, um erfolgreich ins Volontariat zu starten. Was studieren? Was beachten?
Lasst uns darüber mal reden…
00:00:45 – Begrüßung
Willkommen zur vierten Episode des VoloMuPo. Diesmal wird es interessant für alle, die planen, selbst den Weg in die Museumslandschaft einzuschlagen.
00:01:10 – Heute zu Gast
Heute zu Gast sind Tanja Bah, wissenschaftliche Volontärin im Museum für Hamburgische Geschichte, und Julia Heimlich, wissenschaftliche Volontärin im Küstenmuseum Wilhelmshaven.
00:02:40 – Tanja Bah (Museum für Hamburgische Geschichte)
Tanja steht am Ende ihres zweijährigen Volontariats in Hamburg. Angestellt wurde sie als Volontärin für kulturelle Vielfalt und Migration. Sie berichtet von ihrem Weg aus dem Ruhrgebiet über Bristol in die Hansestadt.
00:04:08 – Julia Heimlich (Küstenmuseum Wilhelmshaven)
Julia hat das erste Viertel ihres Volontariats bereits geschafft und blickt auf weitere kommende Monate im Küstenmuseum Wilhelmshaven. Auch aus dem Ruhrgebiet und mit einem kurzen Stopp im LWL-Museum für Archäologie in Herne, verschlug es sie an die Nordseeküste.
00:05:13 – Das heutige Thema
Im VoloMuPo unterhalten sich wissenschaftliche Volontär:innen über alle Bereiche, die ihre Arbeit betrifft. Aber wie kommt man eigentlich ins wissenschaftliche Volontariat? Welche Voraussetzungen gibt es und worauf gilt es zu achten? Darüber wollen wir uns heute unterhalten, Erfahrungen austauschen und Tipps geben, für all diejenigen, die mit dem Gedanken spielen, nach dem Studium in die Museumsarbeit einzusteigen.
00:07:00 – Studium
Für die Arbeit im Museum ist ein Studium unumgänglich. Aber was studieren? Gibt es ein Must-Have? Ganz im Gegenteil! Eine Vielzahl an Studiengängen qualifiziert bereits für die Arbeit im Museum, auch einige, die vorerst nicht wirklich mit dem Museum zu tun haben. Wir berichten von unseren eigenen Studien und wie unterschiedlich diese bereits sind.
00:17:50 – Was ist eigentlich ein Küstenmuseum? // Museumsarten
Was die Museen für Kommunikation machen, sollte in der vierten Episode bereits herausgekommen sein. Was das Museum für Hamburgische Geschichte thematisch behandelt logischerweise auch. Was ist aber ein Küstenmuseum? Julia gibt da einen guten Einblick und schafft damit eine wunderbare Überleitung zu der Vielfalt der Museumsarten und deren fachlichen Voraussetzungen.
00:20:05 – Themenfremd? Egal!
Zwei Ruhrpottlerinnen in Norddeutschland? Ein Südhesse in Mittelfranken? Mit dem wissenschaftlichen Volontariat ist nicht nur oftmals eine geografische Neuorientierung, sondern auch manchmal eine fachliche. Aber selbst wenn man themenfremd in ein Museum eintritt, muss das nichts hinderliches bedeuten. Fachfremdheit bringt auch neue Impulse in ein Haus, von denen letztlich beide Seiten profitieren. Und am Ende stellt man doch fest, dass bürgerliche Kultur, Fischkutter und Briefkästen genauso interessant sein können wie Fördertürme und Industriekultur.
00:28:45 – Bewerbung // Lebenslauf
Wer ins wissenschaftliche Volontariat einstiegen möchte, muss sich auf Stellen bewerben und das kann sich durchaus auch mal hinziehen. Was gilt es bei einer Bewerbung zu beachten? Worauf wird ein besonderer Fokus gelegt und welches Pfund könnt ihr in diesem ganzen Prozess ausspielen?
00:38:10 – Rechtliches // Voraussetzungen
Es gibt leider keine allgemein-verbindlichen Regelungen für das wissenschaftliche Volontariat, aber dennoch sind die Ausbildungsbedingungen bundesweit vergleichbar. Der Grund dafür ist eine Empfehlung des Deutschen Museumsbunds, die alle relevanten Bedingungen enthält und von einem Großteil der Museen in Deutschland eingehalten wird. Wir reden darüber, über welche Voraussetzungen eine Volontariatsstelle verfügen sollte und das Interesse der Museen, erfolgreich und gleichberechtig ihren Nachwuchs auszubilden.
00:48:00 – Überschaubare Museumslandschaften // Netzwerke
Die Museumslandschaft ist tatsächlich recht überschaubar und so ist es kein Zufall, dass man sich über die Häuser hinweg untereinander kennt. Das wissenschaftliche Volontariat ist bereits eine gute Möglichkeit, in dieser Museumslandschaft Kontakte zu knüpfen. Eine gute Möglichkeit hierfür sind z.B. der Bundesarbeitskreis Volontariat im Deutschen Museumsbund oder die jeweiligen Landesverbände sowie Tagungen.
00:52:15 – Curriculum
Das wissenschaftliche Volontariat ist eine Ausbildung, die nach Empfehlung des Deutschen Museumsbunds auch in einem Ausbildungsplan festgehalten werden soll. Dabei soll sichergestellt werden, dass tatsächlich jedes Arbeitsfeld eines Museums wahrgenommen werden kann. Jedoch ist das kein Muss, wie Tanja an ihrem eigenen Beispiel erklärt.
01:03:30 – Eigene Ideen // Eigene Projekte
Mit zwei Jahren ist das wissenschaftliche Volontariat recht kurz bemessen. Das spricht aber nicht dagegen, sich mit einem eigenen Projekt zu verwirklichen und gegebenenfalls im Museum über das Volontariat hinaus seine Spuren zu hinterlassen.
01:10:25 – Stellenausschreibungen
Volontariatsstellen sind recht dünn gesät und wenn eine Stelle besetzt wurde, ist diese auch vorerst für die kommenden zwei Jahre belegt. Es gilt also die Augen und Ohren offen zu halten und nach Stellenausschreibungen Ausschau zu halten. Besonders hilfreich sind dabei Stellenportale wie z.B. beim Deutschen Museumsbund, HSozKult oder das Forum kulturbewahren.
01:15:00 – Erzählstunde // merkwürdige Bewerbungsgespräche
Muss ein Bewerbungsgespräch immer perfekt laufen? Welche Fettnäpfchen gibt es und wurden vielleicht auch schon einmal mitgenommen? Wir erzählen von unseren Erfahrungen und stellen fest, dass ein gesundes Maß an Ehrlichkeit durchaus die eigenen Chancen erhöhen kann.
01:28:15 – Letzter Werbeblock // Verabschiedung
Vielen Dank an Tanja und Julia für ihre Einblicke in ihre Erkenntnisse aus dem Volontariat. Stattet dem Museum für Hamburgische Geschichte und dem Küstenmuseum Wilhelmshaven gerne einen Besuch ab und freut euch auf die nächste Episode des VoloMuPo mit zwei neuen Gästen.
Zu Gast: Tanja Bah (Museum für Hamburgische Geschichte), Julia Heimlich (Küstenmuseum Wilhelmshaven)
Redaktion/Moderation: Christian Bihn
Intro- und Outro-Musik: “Hau ab!” von der CD: „Bruders große Reise“, mit freundlicher Genehmigung von Stephan Völker (www.stephan-voelker.de)
Ein Projekt der Museumsstiftung Post und Telekommunikation
Autor: Christian Bihn, 03.03.2021
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