Episode 3: Ausstellungen (um)planen

Episode 3: Ausstellungen (um)planen

VoloMuPo – Volontariat, Museum, Podcast

 

Das wissenschaftliche Volontariat ist so etwas wie die “Ausbildung” zum Museumsmenschen. Innerhalb von zwei Jahren erhält man Einblicke in alle Bereiche der Museumsarbeit. Vom Sammeln und Bewahren hin zur Museumspädagogik und Verwaltung. Doch wie sieht das genau aus? Was gibt es alles zu tun und welche möglichen Herausforderungen können einen erwarten? Diesen Fragen geht der VoloMuPo nach. Ein Podcast zum Informieren, Vernetzen und Austauschen für Volontär*innen, Interessierte und alle, die mal einen Blick hinter die Kulissen der Museumslandschaft schauen wollen.

Du absolvierst zurzeit dein wissenschaftliches Volontariat und möchtest gerne im VoloMuPo über deine Erfahrungen austauschen? Dann melde dich hier!

 

 

Die Dauerausstellung ist das Herzstück eines jeden Museums. Hier treffen die Ergebnisse von wissenschaftlicher Recherche und Provenienzforschung auf Besucher:innen jeder Altersgruppe. Doch wie es der Name verrät, ist eine Dauerausstellung für einen längeren Zeitraum angelegt – zwar nicht für die Ewigkeit, aber dennoch kann sie für mehrere Jahre unverändert stehen bleiben, bis sie entweder in Teilen überarbeitet oder in einem Rutsch komplett neu konzipiert wird. Dennoch schlummern in den Sammlungen der Museen und in den Köpfe ihrer Mitarbeit:innen unzählige Ideen und Themen, die nur darauf warten, in einer Ausstellung präsentiert zu werden.

Hier kommen Wechselausstellungen ins Spiel, die für diese Ideen einen Entfaltungsraum bieten. Oftmals nur für einige Monate konzipiert, stoßen sie neue Impulse und Diskurse an, präsentieren Objekte, die bis dahin über Jahrzehnte in den Sammlungen auf ihren großen Moment gewartet haben. Sie können experimentell, bahnbrechend oder auch ganz schlicht sein. Aber was braucht es alles dafür? Wie wird aus einer Idee eine fertige Ausstellung?

Lasst uns darüber mal reden…

 

00:00:45 – Begrüßung
Willkommen zur dritten Episode des VoloMuPo! Mit zwei neuen Gästen werfen wir den Blick auf eine der schönsten Arbeiten, die man im Museum machen kann.

00:01:10 – Heute zu Gast
Heute berichten Linda Günther und Christopher Hölzel von ihren Erfahrungen aus dem Volontariat und den Ausstellungen, an denen sie mitgewirkt haben.

00:04:10 – Linda Günther (Museen Böttcherstraße Bremen)
Linda ist seit August 2019 wissenschaftliche Volontärin in den Museen Böttcherstraße in Bremen. Diese umfassen das Ludwig Roselius Museum und das Paula Modersohn-Becker Museum und präsentieren Kunstwerke vom Mittelalter bis in die Moderne.

00:04:40 – Christopher Hölzel (Vorderasiatisches Museum Berlin)
Christopher hat sein wissenschaftliches Volontariat im Januar 2020 begonnen. Dieses vollbringt er im Vorderasiatischen Museum im Pergamonmuseum auf der Berliner Museumsinsel zwischen Pergamonaltar und Ischtar-Tor.

00:05:40 – Das heutige Thema
Wir sprechen heute über eine der schönsten Aufgaben, die man im Museum machen kann: Das Konzipieren und Produzieren von Ausstellungen bzw. deren Umplanung angesichts unerwarteter Ereignisse. Besonders Wechselausstellungen, die nur auf eine kurze Laufzeit ausgelegt sind, bieten Museen die Möglichkeit nicht nur ihre weitreichenden Sammlungsbestände zu präsentieren, sondern auch neue Vermittlungswege auszuprobieren oder einen zeitaktuellen Ansatz zu einem Diskurs zu schaffen. Wie eine solche Planung von der Idee bis zur Umsetzung aussehen kann, betrachten wir an zwei Wechselausstellungen, die in Bremen und Berlin produziert wurden.

00:07:35 – Berührend – Annäherung an ein wesentliches Bedürfnis
Vom 19. September 2020 bis zum 28. Februar 2021 zeigt das Paula Modersohn-Becker Museum eine Ausstellung zum Thema Berührungen. Ein Thema, das gerade in Zeiten von Hygienemaßnahmen und Social Distancing immer mehr an Bedeutung gewinnt. Berührend ist hier Doppeldeutig gemeint: Neben der körperlichen Berührung soll vor allem die seelische Berührung im Fokus stehen. Mit den Augen soll gefühlt werden, schließlich sind Museumsobjekte zum Anfassen immer noch eine Seltenheit, gerade in Kunstausstellungen. Wie man sich dennoch diesem Thema annähern kann, erläutert Linda, die gemeinsam mit dem Direktor Dr. Frank Schmidt diese Ausstellung kuratiert hat.

00:32:45 – Eigene Sammlungen
Oftmals für Besucher:innen verborgen, sind Sammlungen wahre Schatzkammern für Museen, denn die Objekte, die man in den Dauerausstellungen findet, machen in der Regel nur einen kleinen Teil der Gesamtzahl aus, auf die man theoretisch zurückgreifen kann. Wechselausstellung bieten dazu die Möglichkeit auch lange eingelagerte Objekte – wenn auch nur für kurze Zeit – zum Vorschein zu bringen. Je nachdem, wie gut die eigene Sammlung erschlossen ist, kann sich die Objektsuche auch zur wahren Entdeckungstour entwickeln.

00:42:00 – Vom Fragment zum Monument – Das Ischtar-Tor in Berlin
Die Museumsinsel ist ein Must-see für alle Urlauber:innen in der Hauptstadt. Mittendrin befindet sich das Pergamonmuseum, in dem archäologische und kulturhistorische Objekte ausgestellt werden. Dazu zählen der namensgebende Pergamonaltar aus Kleinasien als Teil der Antikensammlung, die Mschatta-Fassade aus dem heutigen Jordanien im untergebrachten Museum für Islamische Kunst und das beeindruckende babylonische Ischtar-Tor im Vorderasiatischen Museum. Eben dieses Tor ist Gegenstand der Wechselausstellung Vom Fragment zum Monument – Das Ischtar-Tor in Berlin, die sich nicht nur mit der Geschichte des Tores auseinandersetzt, sondern auch mit dessen Weg aus dem mesopotamischen Sandboden auf die Berliner Museumsinsel, dessen Restauration und Rekonstruktion. Christopher erzählt, wie Wechselausstellung nicht nur Kulturgeschichte vermitteln können, sondern auch Museumsgeschichte.

00:56:15 – Alle (Museums-)Bereiche mitnehmen
Museumsarbeit besteht aus verschieden Bereichen, die auch alle bei der Planung und Umsetzung von Wechselausstellungen eingebunden werden müssen. Welche Vermittlungskonzepte sollen angewandt werden? Welche begleitenden Veranstaltungen müssen geplant werden? Wie macht man auf die kommende Wechselausstellung aufmerksam? Eins steht fest: Ausstellungsplanung kann nie ein Alleingang sein. Ebenso müssen Besucher:innen und deren individuellen Bedürfnisse beachtet werden. Gerade das macht die Ausstellungsplanung so spannend, weil sie jeden Aspekt der Museumsarbeit umfasst, umso stolzer kann man auf das Ergebnis sein.

00:57:20 – Letzter Werbeblock // Verabschiedung
Die Ausstellung Berührend – Annäherung an ein wesentliches Bedürfnis ist noch bis zum 28. Februar 2021 im Paula Modersohn-Becker Museum in Bremen zu sehen. Die Ausstellung Vom Fragment zum Monument – Das Ischtar-Tor in Berlin zeigt das Vorderasiatische Museum in Berlin noch bis zum 3. Oktober 2021. Ein großes Dankeschön an Linda und Christopher für die Einblicke und vielen Dank fürs Zuhören.

 

Zu Gast: Linda Günther (Museen Böttcherstraße Bremen), Christopher Hölzel (Vorderasiatisches Museum Berlin)
Redaktion/Moderation:
 Christian Bihn
Intro- und Outro-Musik: “Hau ab!” von der CD: „Bruders große Reise“, mit freundlicher Genehmigung von Stephan Völker (www.stephan-voelker.de)

Ein Projekt der Museumsstiftung Post und Telekommunikation

Autor: Christian Bihn, 15.01.2021

Episode 2: Das eigene Projekt

Episode 2: Das eigene Projekt

VoloMuPo – Volontariat, Museum, Podcast

 

Das wissenschaftliche Volontariat ist so etwas wie die “Ausbildung” zum Museumsmenschen. Innerhalb von zwei Jahren erhält man Einblicke in alle Bereiche der Museumsarbeit. Vom Sammeln und Bewahren hin zur Museumspädagogik und Verwaltung. Doch wie sieht das genau aus? Was gibt es alles zu tun und welche möglichen Herausforderungen können einen erwarten? Diesen Fragen geht der VoloMuPo nach. Ein Podcast zum Informieren, Vernetzen und Austauschen für Volontär*innen, Interessierte und alle, die mal einen Blick hinter die Kulissen der Museumslandschaft schauen wollen.

Du absolvierst zurzeit dein wissenschaftliches Volontariat und möchtest gerne im VoloMuPo über deine Erfahrungen austauschen? Dann melde dich hier!

 

 

In der zweiten Episode des VoloMuPo dreht sich alles um Projekte, die man während des Volontariats eigenverantwortlich durchführen darf. Denn was nützen Einblicke in die verschiedenen Bereiche der Museumsarbeit, wenn man sie nicht in der Praxis umsetzt. Planung, Organisation und jede Menge Gehirnschmalz sind nötig, um am Ende stolz auf ein Ergebnis schauen zu können.

Heute mit dabei sind Clara Blomeyer aus dem Badischen Landesmuseum in Karlsruhe und André Burmann aus dem LWL-Museum für Archäologie in Herne. Freut euch auf Gespräche zu kurzfristigen Änderungen bei Veranstaltungen und Ausstellungen, neue Gehversuche, den wohl schönsten Arbeitsplatz in Karlsruhe im offiziell ambitioniertesten Museumspodcast-Projekt rund um das wissenschaftliche Volontariat.

Lasst uns darüber mal reden…

 

00:00:45 – Begrüßung
Willkommen bei der zweiten Episode des VoloMuPo! Viele Volontär*innen aus dem ganzen Bundesgebiet haben sich gemeldet und wollen über ihre Erfahrungen aus dem Volontariat berichten. Somit können wir direkt zur zweiten Episode zwei Gäste begrüßen.

00:01:30 – Heute zu Gast
Heute vernetzt sich Nürnberg mit Karlsruhe und Herne. Clara Blomeyer aus dem Badischen Landesmuseum und André Burmann aus dem LWL-Museum für Archäologie melden sich zum Erfahrungsaustausch über eigene Projekte im Volontariat.

00:06:53 – Das heutige Thema
Ziel des Volontariats ist es nicht nur in allen Bereichen der Museumsarbeit Erfahrungen zu sammeln, sondern diese auch aktiv einzusetzen. Hierzu zählen die Organisation von Veranstaltungen oder das Kuratieren von Ausstellungen – oder auch die Produktion eines Podcasts. Heute geben wir einen Einblick in unsere Projekte und die Arbeit, die dahinter steckt.

00:08:05 – Clara Blomeyer (Badisches Landesmuseum Karlsruhe)
Claras Volontariat ist im Landesmuseum dem Referat Kulturvermittlung angegliedert. Dadurch ist sie z.B. immer auch bei Sonderausstellungen und Vermittlungsangeboten eingebunden. Vor allem ist ihr Volontariat mit der Kuratierung einer Sonderausstellung verknüpft. Im Februar 2020 wurde dann die Ausstellung HumANimal – Das Tier und Wir eröffnet, die sich mit der kulturgeschichtlichen Beziehung zwischen Mensch und Tier auseinandersetzt.

00:12:00 – André Burmann (LWL-Museum für Archäologie Herne)
André ist Hausvolontär im LWL-Museum für Archäologie, d.h. er ist keinem festen Bereich zugeordnet und greift demnach überall helfend unter die Arme. Sein Fokus liegt momentan auf der Überarbeitung der Dauerausstellung in Herne. André stellt aber ein anderes Projekt vor: Einen Livestream zum Tag der Befreiung (8./9. Mai). Recht kurzfristig musste eine analoge Veranstaltung dazu, ins Digitale verlagert werden.

00:17:45 – Und dann kam Corona // Digitale Projekte
Das Jahr 2020 wird sicherlich niemand so schnell vergessen. Gerade im Kulturbereich hat der Satz „Und dann kam Corona“ vieles durcheinander geworfen. Viele Veranstaltungen mussten ihren Weg in den digitalen Raum finden. Wir stellen uns die Frage, wie es in einer Zeit nach Corona aussehen? Welche digitalen Formate werden weitergeführt und wie viele Formate werden noch genutzt, wenn Ausstellungshäuser, Theater und Konzerte wieder analog begehbar sein werden.

00:25:55 – Digitale Führungen
Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln machen zurzeit klassische Führungen durch Ausstellungen unmöglich. Während die Museen geschlossen sind, bleibt der analoge Zugang verständlicherweise komplett aus. Aber selbst Führungen können digitalisiert werden, wie André am Beispiel eines Angebots des LWL-Museums für Archäologie erklärt.

00:31:00 – Live-Gaming aus dem Museum für Kommunikation
Von Oktober 2020 bis April 2021 zeigt das Museum für Kommunikation Nürnberg die Wechselausstellung #neuland – Ich, wir und die Digitalisierung. Die Ausstellung wurde vom Museum für Kommunikation Frankfurt in Kooperation mit der Nemetschek-Stiftung kuratiert und widmet sich ganz dem Thema der Digitalisierung. Wie digital eine Digitalisierungs-Ausstellung sein kann, musste sie direkt bei der Eröffnung im März in Frankfurt unter Beweis stellen. In Nürnberg wurde mit Voraussicht bereits ein breites digitales Rahmenprogramm geplant, darunter eine Live-Gaming-Reihe, die Videospiele nicht nur ins Museum holen möchte, sondern auch in die Köpfe von Nicht-Gamer*innen.

00:47:42 – HumANimal // Ausstellung und Podcast
Die Sonderausstellung HumANimal war noch nicht lange eröffnet, bis sie aufgrund des Lockdowns im Frühjahr wieder geschlossen werden musste, damit sie aber trotzdem zugänglich bleiben konnte, wurde sie auf verschiedene Weisen ins Digitale geholt. Objektvorstellungen sowie einen Podcast.

00:57:20 – Podcasts aus dem Museum
Braucht ein Museum einen Podcast? Wir sagen: Ja! Worin liegen die Vorteile, wen erreicht man wie kann einen Museumspodcast füllen? Wir appellieren äußerst subtil dafür, dass Museen vielmehr auf Podcasts setzen, vielleicht sogar als Volontariatsprojekt.

01:10:30 – Letzer Werbeblock // Verabschiedung
HumANimal ist noch bis zum 25. April 2021 in Karlsruhe zu sehen. Danach soll sie auf Wanderschaft gehen. Das Badische Landesmuseum – und vor allem Clara – freut sich auf Anfragen. Der Livestream aus dem LWL-Museum für Archäologie ist auf YouTube zu finden und kann sehr gerne nachgeschaut werden. Lasst gerne einen Like bei allen Social Media-Kanälen da und freut euch auf die nächsten Episoden des VoloMuPo.

 

Zu Gast: Clara Blomeyer (Badisches Landesmuseum Karlsruhe), André Burmann (LWL-Museum für Archäologie Herne)
Redaktion/Moderation:
 Christian Bihn
Intro- und Outro-Musik: “Hau ab!” von der CD: „Bruders große Reise“, mit freundlicher Genehmigung von Stephan Völker (www.stephan-voelker.de)

Ein Projekt der Museumsstiftung Post und Telekommunikation

Autor: Christian Bihn, 15.12.2020

Episode 1: Museum in der Pandemie

Episode 1: Museum in der Pandemie

VoloMuPo – Volontariat, Museum, Podcast

 

Das wissenschaftliche Volontariat ist so etwas wie die “Ausbildung” zum Museumsmenschen. Innerhalb von zwei Jahren erhält man Einblicke in alle Bereiche der Museumsarbeit. Vom Sammeln und Bewahren hin zur Museumspädagogik und Verwaltung. Doch wie sieht das genau aus? Was gibt es alles zu tun und welche möglichen Herausforderungen können einen erwarten? Diesen Fragen geht der VoloMuPo nach. Ein Podcast zum Informieren, Vernetzen und Austauschen für Volontär*innen, Interessierte und alle, die mal einen Blick hinter die Kulissen der Museumslandschaft schauen wollen.

Du absolvierst zurzeit dein wissenschaftliches Volontariat und möchtest gerne im VoloMuPo über deine Erfahrungen austauschen? Dann melde dich hier!

 

 

Es ist der 15. April: Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Peter Tschentscher nimmt bei einer Pressekonferenz nach einer Sitzung der Bund-Länder-Konferenz zur Corona-Pandemie das Wort „Museum“ in den Mund. Jedoch stehen diese inhaltlich erst bei der nächsten Zusammenkunft am 29. April auf der Agenda. Zu diesem Zeitpunkt haben die Ausstellungshäuser in Deutschland bereits seit knapp einem Monat ihre Türen geschlossen. Mögliche Wiederöffnungen schieben sich immer weiter in den Mai.

Eine ungewohnte Situation für alle, besonders aber für all die wissenschaftlichen Volontärinnen und Volontäre in den Museen. Volontariat? Dabei handelt es sich um die „Ausbildung“ zum Museumsmenschen – Ausbildung in großen Anführungszeichen. Frisch von der Uni, folgen in der Regel zwei Jahre in einem Museum oder Ausstellungshaus, in denen sämtliche Arbeitsbereiche durchgangen werden sollen. Wie aber nun, wenn die ganze Welt fest im Griff der Corona-Pandemie liegt und selbst Museen aus dem Home-Office verwaltet werden müssen?

Lasst uns darüber mal reden…

 

00:00:45 – Begrüßung
Willkommen beim VoloMuPo, dem Podcast der wissenschaftlichen Volontär*innen der Museumsstiftung Post und Telekommunikation. Hier wollen wir über unsere Erfahrungen und Erlebnisse berichten, die wir in jeweils zwei Jahren gemacht haben und werden. Ein Podcast für alle Volontär*innen, die die es werden wollen und alle Interessierten.

00:02:10 – Was ist die MSPT?
Wofür steht eigentlich MSPT und was haben die drei Museen für Kommunikation damit zu tun? Eine kurze Vorstellung der Museumsstiftung und ihrer Arbeit.

00:05:15 – Kurzvorstellungen
Zum Anfang stellen wir uns einmal kurz vor. Sechs Volontär*innen an drei Standorten, die zukünftig immer wieder hier erscheinen werden.

00:09:00 – Matthias Lieb (Frankfurt/Heusenstamm)
Seit Februar 2020 wissenschaftlicher Volontär am Standort Frankfurt. Matthias ist zurzeit im Sammlungsdepot in Heusenstamm. Dort sichtet und inventarisiert er Objekte zum Thema Bildtelefonie. Das weitflächige Sammlungsdepot machte einen schnellen Einstieg nach dem Lockdown wieder möglich.

00:15:20 – Marcel Flach (Berlin)
Seit Februar 2020 wissenschaftlicher Volontär am Standort Berlin. Marcel ist zurzeit im Berliner Sammlungsdepot in der Ringbahnstraße. Er erzählt über seine ersten Einsätze bei der Sichtung von Kriegsgefangenenpost und noch nicht erschlossener Konvolute.

00:20:40 – Dijon Menchén (Berlin)
Seit Februar 2019 wissenschaftlicher Volontär am Standort Berlin. Dijon ist der „Alte Hase“ unter den MSPT-Volontär*innen. Er erzählt von seinem Ausstellungsprojekt und seinem Verhältnis zum Homeoffice während des Lockdowns.

00:29:20 – Caroline Dörr (Frankfurt)
Seit Mai 2019 wissenschaftliche Volontärin am Standort Frankfurt. Caroline erzählt über ihren Start in der Frankfurter Sammlung und ihre Arbeit an der Wechselausstellung Back to Future, unteranderem mit Zukunftsvisionen der Mobilität.

00:37:50 – Christian Bihn (Nürnberg)
Seit Januar 2020 wissenschaftlicher Volontär am Standort Nürnberg. Christian hält in Nürnberg die Fahne für die Volontär*innen hoch. Er erzählt von Personalwechsel in der Direktion kurz vor dem Lockdown und wie man eine Ausstellungen wieder Corona-fit macht.

00:49:30 – Johanna Geßner (Berlin)
Seit März 2020 wissenschaftliche Volontärin am Standort Berlin. Johanna war nur wenige Wochen im Berliner Museum, bevor sie mit dem gesamten Team ins Homeoffice geschickt wurde. Sie erzählt davon, wie es ist, ein Volontariat z starten, ohne Strukturen oder Kolleg*innen wirklich kennengelernt zu haben.

00:54:14 – Sonderausstellungen in Corona-Zeiten
Irgendwie läuft der normale Museumsbetrieb auch in Zeiten einer Pandemie weiter. Dazu gehören auch die Planung und die Eröffnung von Sonderausstellungen. Doch wie schafft man es, all das mit Kontaktsperren, Hygienekonzepten und Mindestpersonenzahlen zu realisieren?

01:00:15 – Führungen durch das Depot Heusenstamm
Die Objekte, die in Museen zu sehen sind, machen in der Regel nur einen ganz kleinen Teil der Sammlung aus, auf die ein Museum zurückgreifen kann. In den Depots schlummern so manche Schätze – manche sogar bis heute unentdeckt – und warten nur auf ihren großen Auftritt. Eine Möglichkeit dafür, sind Führungen durch diese Depots, die auch bald wieder in Heusenstamm möglich sind

01:01:45 – Die neue Normalität im Museum
Seit Mai 2020 haben die Museen in Deutschland zu großen Teilen wieder geöffnet und so langsam spielt sich ein Normalbetrieb ein, nur eben anders. Wie geht man mit der neuen Situation um, sowohl vor als auch hinter den Kulissen. Abstandsregeln, Maskenpflicht und Hygienebestimmungen sind nun alltäglich.

01:10:00 – Veranstaltungen während der Pandemie
Viele Großveranstaltungen mussten wegen der Pandemie abgesagt werden und viele werden sicherlich noch folgen. Wie wird man sich also in den kommenden Monaten begegnen?

 

Moderation: Christian Bihn
Co-Moderation: Caroline Dörr, Marcel Flach, Johanna Geßner, Matthias Lieb, Dijon Menchén
Redaktion/Produktion: Christian Bihn
Intro- und Outro-Musik: “Hau ab!” von der CD: „Bruders große Reise“, mit freundlicher Genehmigung von Stephan Völker (www.stephan-voelker.de)

Ein Projekt der Museumsstiftung Post und Telekommunikation

Autor: Christian Bihn, 8.12.2020

VoloMuPo – Volontariat, Museum, Podcast

VoloMuPo – Volontariat, Museum, Podcast

 

Das wissenschaftliche Volontariat ist so etwas wie die “Ausbildung” zum Museumsmenschen. Innerhalb von zwei Jahren erhält man Einblicke in alle Bereiche der Museumsarbeit. Vom Sammeln und Bewahren hin zur Museumspädagogik und Verwaltung. Doch wie sieht das genau aus? Was gibt es alles zu tun und welche möglichen Herausforderungen können einen erwarten? Diesen Fragen geht der VoloMuPo nach. Ein Podcast zum Informieren, Vernetzen und Austauschen für Volontär*innen, Interessierte und alle, die mal einen Blick hinter die Kulissen der Museumslandschaft schauen wollen.

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Episoden

 

Ein Projekt der Museumsstiftung Post und Telekommunikation

Autor: Christian Bihn, 8.12.2020

Stay at Home-Podcasttipps: #Museen

Stay at Home-Podcasttipps: #Museen

Für viele Menschen gilt weiterhin: Stay at Home – Bleibt zuhause! Räumliche Distanzierung muss aber nicht soziale Distanzierung bedeuten. Es gibt viele Medienformate, die es uns ermöglichen, uns auszutauschen, voneinander zu Lernen und Geschichten zu erzählen. “Schon jetzt gibt es Enkel, die ihren Großeltern einen Podcast aufnehmen, damit sie nicht einsam sind” erklärte Angela Merkel in ihrer Fernsehansprache zum Stand der COVID-19-Maßnahmen der Bundesregierung. Mit “Stay at Home-Podcasttipps” stellen wir regelmässig Podcasts zu Themen der Digitalisierung vor. Da es mittlerweile immer mehr Lockerungen und Öffnungen gibt – auch bei den Museen – stellen wir diese Woche ausnahmsweise Museums- und Kulturpodcasts vor.

 

Museums- und Kulturpodcasts

Bei der Wahl der Themen haben wir uns bisher an den Episoden unseres Leben X.0-Podcast zum Digitalen Wandel orientiert, den wir als Museum für Kommunikation seit letzten Sommer veröffentlichen. Den Ansatz, Themen des Hauses in dem Podcastformat zu verhandeln, sei “museale Vermittlung auch außerhalb eines Besuchs vor Ort”, so Matthias Stier in dem Text “Warum jedes Museum einen eigenen Podcast braucht. In der Nische ist noch Platz”, Anfang 2020 auf Kulturmanagement.net veröffentlicht.

In einem Webinar gibt er zudem Tipps zum Start eines Kulturpodcasts. In Deutschland sei “in der Nische noch Platz”. Matthias Stier, selbst privat Podcaster beim Podcast “Museumsbug”, verweist im Text auch auf weitere Podcasts, in die man hineinhören kann. Und genau das machen auch wir heute mit unseren Stay at Home-Podcasttipps! Auch wenn es sich bisher bei Museums- und Kulturpodcasts um eine “Nische in der Nische” handelt, passiert hier doch einiges.

So lässt die erste Podcastepisode “On Air” auf der Webseite des Stadtmuseum München hoffen, dass dort in Zukunft mehr kommen mag. Die Stiftung Haus der Geschichte in Bonn hat für Mai einen neuen Podcast mit 10 Episoden angekündigt: „Zeitgeschichte(n) – Der Museumspodcast“. Und auch wir planen für den Internationalen Museumstag am 17. Mai ein Podcast-Special. Doch zunächst einmal kommen heute ein paar Hörtipps zum Thema Museum und Kultur:

 

Museumbug

Im museumbug-Podcast sprechen Martha, Jörg und Matthias – beruflich Museumsakteure – privat über (Berliner) Museen und Ausstellungen. Meistens besuchen sie  Berliner Museen und unterhalten sich über den Besuch, nebenbei gibt es allerhand Trivia zu aktuellen Dingen, die die drei Podcastenden gemacht oder bemerkt haben. Die Episode 13 fällt aus dem Muster heraus, da hier Corona mit #closedbutopen zum Thema wird. Da die Museen geschlossen waren, geht es in dieser Episode um digitale Museumsangebote, die in gewohnter Manier besprochen werden. Ein locker plaudernder Gesprächspodcast zu Museen: https://museumbug.net/

KMM-Podcast „Wie geht´s? Kultur in Zeiten von Corona“

Einen ganzen Podcast widmet Martin Zierold, Professor am Institut für Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Kultur in Zeiten von Corona. Er unterhält sich in den erste Episoden mit Kulturmanger*innen aus ganz unterschiedlichen Sparten – vom Museum über Bibliotheken bis zum Theater. Er blickt aber auch über die Landesgrenzen hinaus oder spricht mit Wissenschaftler*innen, die die aktuellen Prozesse soziologisch oder kulturpolitisch einordnen. Über 38 Episoden gibt es mittlerweile von Wie gehts – Kultur in Zeiten des Corona-Virus

Städelmuseum: Finding van Gogh

Wann immer es um Museumspodcasts geht, um “Finding van Gogh” kommt man seit Ende 2019 nicht mehr herum. Auch wenn die Ausstellung im Städelmuseum längst beendet ist, gerade ganz aktuell wurde der Podcast für den “Grimme Online Award” in der Kategorie Kultur und Unterhaltung nominiert. Mit dem Journalisten Johannes Nichelmann gehen wir Hörenden auf Spurensuche nach einem verschollenen Gemälde von van Gogh. Bemerkenswert ist, dass der Podcast gleich schon zweisprachig produziert wurde. Das abgeschlossene True Crime-Format ist für deutschsprachige Museen zudem eine Premiere. Zu hören unter https://www.staedelmuseum.de/de/podcast-finding-van-gogh

 
Weitere Museums- und Kulturpodcasts:

Zum Füllen Eurer Podcast-Vorräte habe ich bei der Podcast-Suchmaschine FYYD eine Sammlung erstellt und zudem hier eine Linkliste mit Kultur- und Museumspodcasts zusammengetragen. Bei Fyyd kann man thematisch nach weiteren Podcasts suchen, wer genau schaut, findet dort eine detaillierte Suchfunktion, die man nach Sprache, Episodenlänge und Erscheinugszeitraum verfeinern kann.

Von #stayathome zu #keepyourdistance

In Hessen dürfen seit dem 5. Mai Museen wieder öffnen. Durch die Anpassung von Hands-on-Stationen, die das Museum für Kommunikation prägen, öffnet das Haus erst am 12. Mai 2020 mit geänderten Corona-Öffnungszeiten (von Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr). Somit ändert sich der Zusatand von #closedbutopen zu #openMuseum. Wir weisen gerne weiterhin darauf hin, dass #stayathome keine schlechte Idee war und ist. Bei Besuchen in Museen und in Kultureinrichtungen, bleibt Abstand und Umsicht das beste Mittel, um gesund durch den Sommer zu kommen.

 

Tine Nowak, 10. Mai 2020

Stay at Home-Podcasttipps: #Corona

Stay at Home-Podcasttipps: #Corona

Für viele Menschen gilt weiterhin: Stay at Home – Bleibt zuhause! Räumliche Distanzierung muss aber nicht soziale Distanzierung bedeuten. Es gibt viele Medienformate, die es uns ermöglichen, uns auszutauschen, voneinander zu Lernen und Geschichten zu erzählen. “Schon jetzt gibt es Enkel, die ihren Großeltern einen Podcast aufnehmen, damit sie nicht einsam sind” erklärte Angela Merkel in ihrer Fernsehansprache zum Stand der COVID-19-Maßnahmen der Bundesregierung. Mit “Stay at Home-Podcasttipps” stellen wir regelmässig Podcasts zu Themen der Digitalisierung vor.

 

Corona als Thema in Podcasts

Bei der Wahl der Themen haben wir uns bisher an den veröffentlichten Episoden unseres Leben X.0-Podcast zum Digitalen Wandel orientiert. Diese sind nun erstmal durchgespielt. Die nächste Episode zu “Arbeit 4.0” ist frisch aufgenommen, wird aber erst in der nächsten Woche online gehen. So starten wir heute mit einer freien Themenwahl, das wird sich in den nächsten Wochen wiederholen, denn neue Leben X.0-Episoden kommen nur alle vier Wochen. Aufhänger der heutigen Podcast-Tipps ist eine Episode des Hertie Interview Podcasts, dort finden sich Interviews, die den Umgang mit Corona fokussieren.

Nachdem das Museum im März zur Corona-Prävention schliessen musste, gab es eine Anfrage zum Podcasten der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Die neu eröffnete Ausstellung “#neuland: Ich, wir und die Digitalisierung“, die von niemanden aufgrund des geschlossenen Museums besucht werden konnte, war Thema der Episode. Anlass genug über Kultur in Zeiten von Corona nachzudenken. Zwischenzeitlich gibt einige z.T. sehr erfolgreiche Corona bezogene Podcasts. In den heurtigen Stay at Home-Podcasttipps stelle ich drei davon kurz vor.

Das Coronavirus-Update mit Christian Drosten

Der bekannteste Corona-Podcast von allen und gerade erst letzte Woche in der Kategorie Information für den Grimme Online Award (GOA) nominiert worden ist: „Coronavirus-Update mit Christian Drosten”. In dem Podcast des Norddeutschen Rundfunks wird seit 26. Februar der Virologe Dr. Christian Drosten interviewt. Die Episoden laufen on Air über NDR Info, sind aber auch über Podcast-Kanäle und Social Media rezipierbar. Anfangs noch an jedem Wochentag hat sich der Veröffentlichungsrhythmus auf zwei Episoden pro Woche reduziert. Laut Jury des GOA gibt der Podcast dabei “dem Wissenschaftler ausreichend Raum, um über aktuelle Studien, Symptome oder mögliche Gegenmaßnahmen zu sprechen – und um sich aufgrund neuer Entwicklungen auch zu korrigieren.”

 

 Die “Wahrheit” in Zeiten von Corona Verschwörungstheorien und Mythen rund um das Virus

“Die ‘Wahrheit’ in Zeiten von Corona Verschwörungstheorien und Mythen rund um das Virus” ist ein neuer Podcast der Bundeszentrale für politische Bildung. Die Episoden klingen etwas nach Radio, es gibt nur zwei Episoden, aber die Gäste sind sehr gut gewählt. Der Journalist Axel Schröder unterhält sich u.a. mit Karolin Schwarz oder Katharina Nocun. Karolin Schwarz hat erst vor kurzem ein Buch mit dem Titel “Hasskrieger: Der neue globale Rechtsextremismus” veröffentlicht. Katharina Nocun schreibt gerade an einem Buch zu Verschwörungstherien.

 

Verfassungsblog: Corona Constitutional

Der dritte Tipp ist der Podcast des Verfassungsblogs. Maximilian Steinbeis betreibt das Blog seit 2009. Neu ist die Podcastreihe namens “Verfassungsblog: Corona Constitutional”, die Anfang April startete. Die Episioden sind recht kurz (ca. 20 min). Deutsche Verfassungsrechtler*innen diskutieren hier u.a. über staatliche Eingriffe. Den Fragen nach den Grundrechten, der Demokratie und nach dem Rechtsstaat während der Corona-Krise stellt Steinbeis regelmäßig seinen Gästen im Podcast..

Podcasts recherchieren…

Wenn Ihr selbst Podcasts zu bestimmten Themen recherchieren möchtet, dann testet dazu die Podcast-Suchmaschine Fyyd. Für die bisherigen Podcast-Tipps haben wir sowohl Sammlungen und Kurationen angelegt. Bei Fyyd kann man thematisch nach weiteren Podcasts suchen. Wer genau schaut, findet dort eine detaillierte Suchfunktion, die man nach Sprache, Episodenlänge und Erscheinugszeitraum verfeinern kann. So könnt Ihr Podcasts zu Euren Lieblingsthemen ausfindig machen  und diese sogleich abonnieren.

 

 

Tine Nowak, 3. Mai 2020