Episode 6: Medien, Technologie, Internet

Episode 6: Medien, Technologie, Internet

VoloMuPo – Volontariat, Museum, Podcast

 

Das wissenschaftliche Volontariat ist so etwas wie die “Ausbildung” zum Museumsmenschen. Innerhalb von zwei Jahren erhält man Einblicke in alle Bereiche der Museumsarbeit. Vom Sammeln und Bewahren hin zur Museumspädagogik und Verwaltung. Doch wie sieht das genau aus? Was gibt es alles zu tun und welche möglichen Herausforderungen können einen erwarten? Diesen Fragen geht der VoloMuPo nach. Ein Podcast zum Informieren, Vernetzen und Austauschen für Volontär*innen, Interessierte und alle, die mal einen Blick hinter die Kulissen der Museumslandschaft schauen wollen.

Du absolvierst zurzeit dein wissenschaftliches Volontariat und möchtest gerne im VoloMuPo über deine Erfahrungen austauschen? Dann melde dich hier!

 

 

Museum + Objekt + Vitrine: Fertig? Weit verfehlt! Technologien und Medienvielfalt in der Ausstellung und auch Innovationen im Digitalem. Museen sind schon lange mehr als nur staubige Ausstellungshallen. Technologisierung und Digitalisierung spielen in kleinen Heimatmuseen bis zu großen Häusern gleichermaßen eine Rolle. Welche Möglichkeiten gibt es? Und wie sehen mögliche Umsetzungen aus?

Lasst uns darüber mal reden…

 

00:00:45 – Begrüßung

Wir sind mittlerweile bei Episode 6 angelangt und so viel sei verraten: Damit sind wir bei weitem noch nicht am Ende angekommen. An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an alle Volontär*innen, die bisher bei diesem Projekt mitgewirkt haben und wir freuen uns schon auf alle, die da noch kommen werden.

00:01:41 – Heute zu Gast

Heute meldet sich der PS.SPEICHER aus dem niedersächsischen Einbeck. Heute spricht Christian Bihn mit Cäcilia Plata und Constanze Klein. Beide absolvieren seit Sommer 2020 ihr wissenschaftliches Volontariat in einer der größten Fahrzeugsammlungen Europas. Ein Paradies für alle PS-Liebhaber*innen.

00:03:07 – Was ist der PS.SPEICHER

Der PS.SPEICHER ist in einem denkmalgeschützten ehemaligen Kornspeicher untergebracht. Auf sechs Etagen wird hier eine Zeitreise durch 200 Jahre Mobilitätsgeschichte präsentiert. Egal ob zwei, drei oder vier Räder. In weiteren Depots präsentiert der PS.SPEICHER seine umfassende Sammlung.

00:07:47 – Ein schwärmender Historiker

Christian kann seine Freude nicht verheimlichen. Schließlich kommt man, wenn man in der Opel-Stadt Rüsselsheim geboren wurde, an Technik- und Industriegeschichte vorbei. Kombiniert man das mit einer Sonderausstellung zu Opel-Automobilen, die im PS.SPEICHER gezeigt wird, erhält man einen überglücklichen Historiker.

00:10:10 – Das heutige Thema

Aber worum geht es in der heutigen Episode? Wir unterhalten uns über ein Thema, dass wirklich jedes Museum betrifft. Es geht um Medien und Technologien, die in der Museumsarbeit und Ausstellungen verwendet werden sowie Internetauftritte und der Bandbreite an Möglichkeiten, die darin zu finden sind, Wissen zu vermitteln.

00:15:50 – Ausstellungsgestaltung für alle Altersgruppen

Museen wollen natürlich alle Alters- und Gesellschaftsgruppen ansprechen, daher spielt die Ausstellungsgestaltung bereits eine große Rolle, um Zielgruppen für das ausgestellte Thema zu gewinnen. Für jedes Thema gibt es natürlich Liebhaber*innen, die man schnell überzeugen kann, aber erst, wenn für jeden etwas dabei ist, kann eine Ausstellung wirklich erfolgreich sein.

00:18:09 – Beacon-Technologie

Viele Museen setzen auf Audioguides, die man sich an der Museumskasse ausleihen kann. Diese decken eine Vielfalt an Medieninhalten ab. Sie können eine zusätzliche Inhaltsebene darstellen, Fremdsprachenführungen ermöglichen oder den inklusiven Zugang zur Ausstellung ermöglichen, z.B. durch Führungen in Leichter und Einfacher Sprache. Cäcilia berichten von der Beacon-Technologie, die das Eingeben von Zahlenkombinationen oder Scannen von QR-Codes erübrigt. Beacons starten Medieninhalte bereits beim Betreten eines Raums, sogar auf dem eigenen Smartphone.

00:22:40 – Digitale Ansätze, Internet und Social Media

Auch Museen kommen an der Digitalisierung nicht vorbei. Facebook, Instagram und Twitter zählen mittlerweile zur Grundausstattung jedes Hauses. Wie diese sozialen Medien jedoch genutzt werden, ist von Haus zu Haus unterschiedlich. Mal experimentell, mal zurückhaltender.

00:38:06 – Fahrzeug-Nostalgie

Klar ist, dass der PS.SPEICHER vor allem bei Technik-Freaks punkten kann. Aber das muss nicht heißen, dass man die Funktion von jedem Schräubchen an einem Motor kennen muss. Einmal in einen Oldtimer seine Runden drehen, kann schon ins Schwärmen bringen. Selbst eine verregnete Ausfahrt zum südhessischen Kornsand auf einem knapp 70 Jahre alten Moped mit sperriger Gangschaltung, wie Christian berichtet.

00:45:42 – Digitale Führungen und andere Angebote // Mut zur Imperfektion

Gerade in Zeiten von Corona rücken digitale Angebote immer häufiger in den Fokus von Museen, vor allem dann, wenn der Besuch im Haus aufgrund geschlossener Türen nicht möglich ist. Das dafür nicht immer direkt eine Medienagentur beauftragt werden muss, zeigen Beispiele aus eigener Produktion, die eines beweisen: Es muss nicht immer perfekt sein. Mut zur Imperfektion, so kann man es nennen, wenn Videos mal wackeln, Podcasts mit Internetproblemen zu kämpfen haben oder ein digitales Angebot mal zum Anfang nicht rund läuft. Fest steht: Man muss kein Medienprofi sein, um gute digitale Angebote zu schaffen, es reicht oftmals nur Neugier und Experimentierfreude.

01:05:51 – Letzter Werbeblock // Verabschiedung

Wenn es euch mal nach Niedersachsen verschlägt, schaut doch einmal in Einbeck beim PS.SPEICHER vorbei. Dasselbe gilt natürlich auch für die Museen für Kommunikation in Nürnberg, Frankfurt und Berlin. Ein ganz großes Dankeschön an Cäcilia und Constanze und an alle, die hier zuhören.

 

Zu Gast: Cäcilia Plata und Constanze Klein (PS.SPEICHER Einbeck)
Redaktion/Moderation:
 Christian Bihn
Intro- und Outro-Musik: “Hau ab!” von der CD: „Bruders große Reise“, mit freundlicher Genehmigung von Stephan Völker (www.stephan-voelker.de)

Ein Projekt der Museumsstiftung Post und Telekommunikation

Autor: Christian Bihn, 07.04.2021

Episode 5: Freilichtmuseen

Episode 5: Freilichtmuseen

VoloMuPo – Volontariat, Museum, Podcast

 

Das wissenschaftliche Volontariat ist so etwas wie die “Ausbildung” zum Museumsmenschen. Innerhalb von zwei Jahren erhält man Einblicke in alle Bereiche der Museumsarbeit. Vom Sammeln und Bewahren hin zur Museumspädagogik und Verwaltung. Doch wie sieht das genau aus? Was gibt es alles zu tun und welche möglichen Herausforderungen können einen erwarten? Diesen Fragen geht der VoloMuPo nach. Ein Podcast zum Informieren, Vernetzen und Austauschen für Volontär*innen, Interessierte und alle, die mal einen Blick hinter die Kulissen der Museumslandschaft schauen wollen.

Du absolvierst zurzeit dein wissenschaftliches Volontariat und möchtest gerne im VoloMuPo über deine Erfahrungen austauschen? Dann melde dich hier!

 

 

Eine wissenschaftliches Volontariat zwischen Fachwerkhäusern und Museumstieren? In Freilichtmuseen ist so etwas möglich. Hier treffen klassische Museumsarbeit auf hautnahe Vermittlungsangebote zu längst vergangenen Lebenswelten. Wie sieht ein Volontariat in einem Freilichtmuseum aus? Und was haben Reenactments und ein Schlachtfest damit zu tun?

Lasst uns darüber mal reden…

 

00:00:45 – Begrüßung

Willkommen zur fünften Episode des VoloMuPo. Heute werfen wir einen Blick auf eine besondere Museumsart und wie dort ein wissenschaftliches Volontariat aussehen kann.

00:01:18 – Heute zu Gast

Heute mit dabei sind Nicole Naumann, wissenschaftliche Volontärin im Freilichtmuseum am Kiekeberg bei Hamburg und Jonas Blum, wissenschaftlicher Volontär im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim.

00:02:29 – Nicole Naumann (Freilichtmuseum am Kiekeberg)

Nicole hat es von Süddeutschland in den hohen Norden gezogen. Seit Februar 2020 ist sie Volontärin am Kiekeberg. Sie ist vor allem im Bereich Agrargeschichte eingesetzt und verbringt ihren Arbeitstag zwischen Schreibtisch, Feld und Ställen.

00:03:38 – Jonas Blum (Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim)

Jonas ist seit Juli 2019 im fränkischen Bad Windsheim. Passend zu seinem Studium begleitet er den Aufbau einer historischen Synagoge auf dem Museumsgelände und hilft fleißig an der Entwicklung der Dauer- und Sonderausstellungen.

00:05:15 – Das heutige Thema

Wir schauen uns Freilichtmuseen als eine besondere Form von Ausstellungen etwas genauer an. Welche Unterschiede gibt z.B. zu einem klassischen Haus? Kommenden im Freilichtmuseum Methoden zum Einsatz, die im klassischen Ausstellungshaus vielleicht nicht funktionieren? Und wie wirkt sich das auf die Arbeit von wissenschaftlichen Volontär:innen aus?

00:12:53 – Living History // Vermittlungskonzepte

Der wohl größte Vorteil von Freilichtmuseen ist die Erlebbarkeit vergangener Lebenswelten. In rekonstruierten Gebäuden können Objekte in einer natürlicheren Atmosphäre präsentiert und thematisiert werden, als es z.B. in einem klassischen Ausstellungshaus der Fall wäre. Hinzu kommt die Einbindung von Living History, d.h. das Nachstellen von Dorf- und Handwerksalltag. Feldarbeit, Schmiedearbeit oder sogar ein Schlachtfest machen Vergangenheit auf mehreren Ebenen erlebbarer, als die bloße Präsentation der notwendigen Werkzeuge und Materialien.

00:28:57 – Besucher*innenwahrnehmung

Jedoch sollte dabei nicht der Eindruck eines heimeligen Idylls entstehen. Oftmals ist ein historisches Reenactment in Form von Living History eine Gratwanderung zwischen historisch-korrekter Darstellung und nostalgischer Romantisierung. Nicole und Jonas berichten darüber, wie man einem solchen Idyll entgegenwirken kann.

00:36:10 – Jüdische Geschichte in Ausstellungen // Synagoge in Bad WIndsheim

Die Rekonstruktion einer Synagoge im Freilandmuseum Bad Windsheim führt uns zu einem kleinen Exkurs  zur Art und Weise, wie jüdische Geschichte in Museen dargestellt wird. Wie kann eine rekonstruierte Synagoge eingesetzt werden, um das alltägliche jüdische Leben in einer Gemeinde darzustellen? Und welche verknüpft man das mit religiösen Gemeinden in der Gegenwart.

00:44:30 – Führungen im Freilichtmuseum

Wie sieht eigentlich eine Führung durch ein Freilichtmuseum aus? Welche Themen können behandelt werden und welche Rolle spielen praktische Erfahrungen dabei? Natürlich darf auch die versöhnliche Antworte der Museumspädagogik „Inhalt der Führung ist von der Gruppe abhängig“ nicht fehlen.

00:51:00 – Das Tier und Wir

Zu Freilichtmuseen gehören in der Regel auch Museumstiere, egal ob historische oder regionale Rassen. Und die müssen selbstverständlich auch versorgt werden. Ein Themenfeld, dass im klassischen Museum ausbleibt und ein Highlight nicht nur für Besucher:innen, sondern auch die Mitarbeiter*innen.

01:01:30 – Letzter Werbeblock // Verabschiedung

Auch abseits von Schulausflügen lohnt sich der Besuch in Freilichtmuseen. Bringt viel Zeit und gutes Wetter mit, wenn ihr euch auf den Weg zum Kiekeberg oder nach Bad Windsheim macht. Vielen Dank an Nicole und Jonas für ihre Einblicke und vielen Dank fürs Zuhören.

 

Zu Gast: Nicole Naumann (Freilichtmuseum am Kiekeberg), Jonas Blum (Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim)
Redaktion/Moderation:
 Christian Bihn
Intro- und Outro-Musik: “Hau ab!” von der CD: „Bruders große Reise“, mit freundlicher Genehmigung von Stephan Völker (www.stephan-voelker.de)

Ein Projekt der Museumsstiftung Post und Telekommunikation

Autor: Christian Bihn, 31.03.2021

Episode 4.5: Back to Future

Episode 4.5: Back to Future

VoloMuPo – Volontariat, Museum, Podcast

 

Das wissenschaftliche Volontariat ist so etwas wie die “Ausbildung” zum Museumsmenschen. Innerhalb von zwei Jahren erhält man Einblicke in alle Bereiche der Museumsarbeit. Vom Sammeln und Bewahren hin zur Museumspädagogik und Verwaltung. Doch wie sieht das genau aus? Was gibt es alles zu tun und welche möglichen Herausforderungen können einen erwarten? Diesen Fragen geht der VoloMuPo nach. Ein Podcast zum Informieren, Vernetzen und Austauschen für Volontär*innen, Interessierte und alle, die mal einen Blick hinter die Kulissen der Museumslandschaft schauen wollen.

Du absolvierst zurzeit dein wissenschaftliches Volontariat und möchtest gerne im VoloMuPo über deine Erfahrungen austauschen? Dann melde dich hier!

 

 

Es ist nun genau ein Jahr her, dass die Museen in Deutschland zum ersten Mal ihre Türen schließen mussten. Seitdem hat die Pandemie alles fest im Griff und trotzdem lief in den Museen die Arbeit weiter, schließlich gehört es auch zum Tagesgeschäft, Wechselausstellungen vorzubereiten und auf Wanderschaft zu schicken. Aber wie kann so etwas geschehen, zwischen Abstandsregeln, Maskenpflicht und Reisebeschränkungen?

Lasst uns darüber mal reden…

 

00:00:45 – Begrüßung

00:01:10 – Heute zu Gast

Heute zu Gast sind Caroline Dörr, wissenschaftliche Volontärin im Museum für Kommunikation Frankfurt, die ihr bereits aus der ersten Episode kennt und Tine Nowak, ebenfalls aus dem Frankfurter Haus.

00:01:50 – Das heutige Thema

Nach einem Jahr Pandemie werfen wir einen kleinen Blick zurück. Wie hat sich die Arbeit in den Museen verändert oder hat sie sich überhaupt allzu sehr geändert. Vor allem schauen wir auf die Wechselausstellung Back to Future, die im Museum für Kommunikation Frankfurt entstanden ist und deren Eröffnung dem Lockdown im November 2020 zum Opfer gefallen ist.

00:02:30 – Caroline Dörr (Museum für Kommunikation Frankfurt)

Caroline steht am Ende ihres wissenschaftlichen Volontariats. In ihren zwei Jahren im Frankfurter Haus standen unter dem Stern des Ausstellungsprojekts Back to Future, dass sie als Co-Kuratorin begleiten durfte.

00:03:55 – Tine Nowak (Museum für Kommunikation Frankfurt)

Tine ist zwar keine Volontärin mehr, sondern Ausstellungsmanagerin im Museum für Kommunikation in Frankfurt, aber trotzdem ist ihr das Volontariat nicht fremd, schließlich hat sie es auch im Frankfurter Haus absolviert. Nun kümmert sich um alle Belange, die bei der Produktion, Verwaltung und Weitergabe von Wechselausstellungen anfallen.

00:05:00 – Back to Future

Die Welt von Morgen, schon heute! So könnte man Back to Future zusammenfassen und doch ist da noch mehr. Die Ausstellung wirft einen Blick auf Zukunftsvisionen, moderne wie auch historische und greift dabei nicht nur auf wissenschaftliche Erkenntnisse zurück, sondern auch diverse Beispiele aus Film und Literatur.

00:13:55 – Besuch per Zeit-Slot

Seit März 2021 sind erste Museumsöffnungen wieder möglich, wenn es die Situation ergibt, d.h. aber auch Besuche nur mit Anmeldung und Zeit-Slot. Das Museum für Kommunikation in Nürnberg hat zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits wieder geöffnet und Frankfurt arbeitet auf eine baldige Öffnung hin (Anm. Die Nürnberger Museen mussten zum 16.3. wieder schließen).

00:19:35 – Tagesgeschäft im Lockdown

Selbst hinter verschlossenen Museumstüren wird gearbeitet, auch wenn keine Besucher:innen in den Ausstellungsräumen anzutreffen sind. Fleißig wird an digitalen Angeboten gefeilt und Ausstellungen erarbeitet und für die Weitergabe vorbereitet, nun jedoch mit einigen Einschränkungen.

00:23:40 – Ausstellungseröffnungen in der Pandemie

Im Oktober eröffnete das Museum für Kommunikation Nürnberg die Wechselausstellung #neuland, pünktlich fünf Tage vor dem zweiten Lockdown. Frankfurt traf es noch härter: Die Eröffnung von Back to Future fiel in den November, somit war eine Eröffnung mit Publikum und vor allem Besucher:innen in der Ausstellung selbst nicht möglich.

00:41:25 – Museum medial

Mit der Pandemie mussten sich die Museen umorientieren, um, trotz geschlossener Türen, weiterhin ihre Inhalte weitergeben zu können. So wurde sie geplant und ein wenig ungeplant immer medialer und digitaler. Sicherlich zwei Eigenschaften und Erfahrungen, die auch in einer post-Pandemiezeit von Vorteil sein können.

00:45:00 – Mobilität der Zukunft

Kurz vor Schluss gibt Caroline noch einen kleinen Einblick in den Ausstellbereich von Back to Future, den sie kuratiert hat. Fortbewegung in der Zukunft, vom Flugtaxi zum Hyperloop ist alles dabei. Mehr wird aber nicht verraten, schließlich ist die Ausstellung auch bald vor Ort zu erleben.

00:55:30 – Aus-/Rückblick auf das Volontariat

Caroline blickt nochmal auf die letzten zwei Jahre in Frankfurt zurück und gibt auch einen kleinen Ausblick auf zukünftige Aufgaben und Angebote im Volontariat.

01:03:20 – Verabschiedung

 

Zu Gast: Caroline Dörr (Museum für Kommunikation Frankfurt), Tine Nowak (Museum für Kommunikation Frankfurt)
Redaktion/Moderation:
 Christian Bihn
Intro- und Outro-Musik: “Hau ab!” von der CD: „Bruders große Reise“, mit freundlicher Genehmigung von Stephan Völker (www.stephan-voelker.de)

Ein Projekt der Museumsstiftung Post und Telekommunikation

Autor: Christian Bihn, 24.03.2021

Episode 4: Der Weg ins Volontariat

Episode 4: Der Weg ins Volontariat

VoloMuPo – Volontariat, Museum, Podcast

 

Das wissenschaftliche Volontariat ist so etwas wie die “Ausbildung” zum Museumsmenschen. Innerhalb von zwei Jahren erhält man Einblicke in alle Bereiche der Museumsarbeit. Vom Sammeln und Bewahren hin zur Museumspädagogik und Verwaltung. Doch wie sieht das genau aus? Was gibt es alles zu tun und welche möglichen Herausforderungen können einen erwarten? Diesen Fragen geht der VoloMuPo nach. Ein Podcast zum Informieren, Vernetzen und Austauschen für Volontär*innen, Interessierte und alle, die mal einen Blick hinter die Kulissen der Museumslandschaft schauen wollen.

Du absolvierst zurzeit dein wissenschaftliches Volontariat und möchtest gerne im VoloMuPo über deine Erfahrungen austauschen? Dann melde dich hier!

 

 

Frisch von der Uni hinein ins Berufsleben. Eigentlich ein logischer Schritt, bei dem soweit keine Fragen aufkommen sollten. Wie sieht es aber aus, wenn man eine Tätigkeit im Museum anstrebt? Gibt es eine Ausbildung, einen Werdegang, den es einzuhalten gibt? Darum soll es in dieser Episode gehen.

Wir sprechen über Bewerbungen, Voraussetzungen und was man alles mitbringen muss, um erfolgreich ins Volontariat zu starten. Was studieren? Was beachten?

Lasst uns darüber mal reden…

 

00:00:45 – Begrüßung

Willkommen zur vierten Episode des VoloMuPo. Diesmal wird es interessant für alle, die planen, selbst den Weg in die Museumslandschaft einzuschlagen.

00:01:10 – Heute zu Gast

Heute zu Gast sind Tanja Bah, wissenschaftliche Volontärin im Museum für Hamburgische Geschichte, und Julia Heimlich, wissenschaftliche Volontärin im Küstenmuseum Wilhelmshaven.

00:02:40 – Tanja Bah (Museum für Hamburgische Geschichte)

Tanja steht am Ende ihres zweijährigen Volontariats in Hamburg. Angestellt wurde sie als Volontärin für kulturelle Vielfalt und Migration. Sie berichtet von ihrem Weg aus dem Ruhrgebiet über Bristol in die Hansestadt.

00:04:08 – Julia Heimlich (Küstenmuseum Wilhelmshaven)

Julia hat das erste Viertel ihres Volontariats bereits geschafft und blickt auf weitere kommende Monate im Küstenmuseum Wilhelmshaven. Auch aus dem Ruhrgebiet und mit einem kurzen Stopp im LWL-Museum für Archäologie in Herne, verschlug es sie an die Nordseeküste.

00:05:13 – Das heutige Thema

Im VoloMuPo unterhalten sich wissenschaftliche Volontär:innen über alle Bereiche, die ihre Arbeit betrifft. Aber wie kommt man eigentlich ins wissenschaftliche Volontariat? Welche Voraussetzungen gibt es und worauf gilt es zu achten? Darüber wollen wir uns heute unterhalten, Erfahrungen austauschen und Tipps geben, für all diejenigen, die mit dem Gedanken spielen, nach dem Studium in die Museumsarbeit einzusteigen.

00:07:00 – Studium

Für die Arbeit im Museum ist ein Studium unumgänglich. Aber was studieren? Gibt es ein Must-Have? Ganz im Gegenteil! Eine Vielzahl an Studiengängen qualifiziert bereits für die Arbeit im Museum, auch einige, die vorerst nicht wirklich mit dem Museum zu tun haben. Wir berichten von unseren eigenen Studien und wie unterschiedlich diese bereits sind.

00:17:50 – Was ist eigentlich ein Küstenmuseum? // Museumsarten

Was die Museen für Kommunikation machen, sollte in der vierten Episode bereits herausgekommen sein. Was das Museum für Hamburgische Geschichte thematisch behandelt logischerweise auch. Was ist aber ein Küstenmuseum? Julia gibt da einen guten Einblick und schafft damit eine wunderbare Überleitung zu der Vielfalt der Museumsarten und deren fachlichen Voraussetzungen.

00:20:05 – Themenfremd? Egal!

Zwei Ruhrpottlerinnen in Norddeutschland? Ein Südhesse in Mittelfranken? Mit dem wissenschaftlichen Volontariat ist nicht nur oftmals eine geografische Neuorientierung, sondern auch manchmal eine fachliche. Aber selbst wenn man themenfremd in ein Museum eintritt, muss das nichts hinderliches bedeuten. Fachfremdheit bringt auch neue Impulse in ein Haus, von denen letztlich beide Seiten profitieren. Und am Ende stellt man doch fest, dass bürgerliche Kultur, Fischkutter und Briefkästen genauso interessant sein können wie Fördertürme und Industriekultur.

00:28:45 – Bewerbung // Lebenslauf

Wer ins wissenschaftliche Volontariat einstiegen möchte, muss sich auf Stellen bewerben und das kann sich durchaus auch mal hinziehen. Was gilt es bei einer Bewerbung zu beachten? Worauf wird ein besonderer Fokus gelegt und welches Pfund könnt ihr in diesem ganzen Prozess ausspielen?

00:38:10 – Rechtliches // Voraussetzungen

Es gibt leider keine allgemein-verbindlichen Regelungen für das wissenschaftliche Volontariat, aber dennoch sind die Ausbildungsbedingungen bundesweit vergleichbar. Der Grund dafür ist eine Empfehlung des Deutschen Museumsbunds, die alle relevanten Bedingungen enthält und von einem Großteil der Museen in Deutschland eingehalten wird. Wir reden darüber, über welche Voraussetzungen eine Volontariatsstelle verfügen sollte und das Interesse der Museen, erfolgreich und gleichberechtig ihren Nachwuchs auszubilden.

00:48:00 – Überschaubare Museumslandschaften // Netzwerke

Die Museumslandschaft ist tatsächlich recht überschaubar und so ist es kein Zufall, dass man sich über die Häuser hinweg untereinander kennt. Das wissenschaftliche Volontariat ist bereits eine gute Möglichkeit, in dieser Museumslandschaft Kontakte zu knüpfen. Eine gute Möglichkeit hierfür sind z.B. der Bundesarbeitskreis Volontariat im Deutschen Museumsbund oder die jeweiligen Landesverbände sowie Tagungen.

00:52:15 – Curriculum

Das wissenschaftliche Volontariat ist eine Ausbildung, die nach Empfehlung des Deutschen Museumsbunds auch in einem Ausbildungsplan festgehalten werden soll. Dabei soll sichergestellt werden, dass tatsächlich jedes Arbeitsfeld eines Museums wahrgenommen werden kann. Jedoch ist das kein Muss, wie Tanja an ihrem eigenen Beispiel erklärt.

01:03:30 – Eigene Ideen // Eigene Projekte

Mit zwei Jahren ist das wissenschaftliche Volontariat recht kurz bemessen. Das spricht aber nicht dagegen, sich mit einem eigenen Projekt zu verwirklichen und gegebenenfalls im Museum über das Volontariat hinaus seine Spuren zu hinterlassen.

01:10:25 – Stellenausschreibungen

Volontariatsstellen sind recht dünn gesät und wenn eine Stelle besetzt wurde, ist diese auch vorerst für die kommenden zwei Jahre belegt. Es gilt also die Augen und Ohren offen zu halten und nach Stellenausschreibungen Ausschau zu halten. Besonders hilfreich sind dabei Stellenportale wie z.B. beim Deutschen Museumsbund, HSozKult oder das Forum kulturbewahren.

01:15:00 – Erzählstunde // merkwürdige Bewerbungsgespräche

Muss ein Bewerbungsgespräch immer perfekt laufen? Welche Fettnäpfchen gibt es und wurden vielleicht auch schon einmal mitgenommen? Wir erzählen von unseren Erfahrungen und stellen fest, dass ein gesundes Maß an Ehrlichkeit durchaus die eigenen Chancen erhöhen kann.

01:28:15 – Letzter Werbeblock // Verabschiedung

Vielen Dank an Tanja und Julia für ihre Einblicke in ihre Erkenntnisse aus dem Volontariat. Stattet dem Museum für Hamburgische Geschichte und dem Küstenmuseum Wilhelmshaven gerne einen Besuch ab und freut euch auf die nächste Episode des VoloMuPo mit zwei neuen Gästen.

 

Zu Gast: Tanja Bah (Museum für Hamburgische Geschichte), Julia Heimlich (Küstenmuseum Wilhelmshaven)
Redaktion/Moderation:
 Christian Bihn
Intro- und Outro-Musik: “Hau ab!” von der CD: „Bruders große Reise“, mit freundlicher Genehmigung von Stephan Völker (www.stephan-voelker.de)

Ein Projekt der Museumsstiftung Post und Telekommunikation

Autor: Christian Bihn, 03.03.2021

Episode 3: Ausstellungen (um)planen

Episode 3: Ausstellungen (um)planen

VoloMuPo – Volontariat, Museum, Podcast

 

Das wissenschaftliche Volontariat ist so etwas wie die “Ausbildung” zum Museumsmenschen. Innerhalb von zwei Jahren erhält man Einblicke in alle Bereiche der Museumsarbeit. Vom Sammeln und Bewahren hin zur Museumspädagogik und Verwaltung. Doch wie sieht das genau aus? Was gibt es alles zu tun und welche möglichen Herausforderungen können einen erwarten? Diesen Fragen geht der VoloMuPo nach. Ein Podcast zum Informieren, Vernetzen und Austauschen für Volontär*innen, Interessierte und alle, die mal einen Blick hinter die Kulissen der Museumslandschaft schauen wollen.

Du absolvierst zurzeit dein wissenschaftliches Volontariat und möchtest gerne im VoloMuPo über deine Erfahrungen austauschen? Dann melde dich hier!

 

 

Die Dauerausstellung ist das Herzstück eines jeden Museums. Hier treffen die Ergebnisse von wissenschaftlicher Recherche und Provenienzforschung auf Besucher:innen jeder Altersgruppe. Doch wie es der Name verrät, ist eine Dauerausstellung für einen längeren Zeitraum angelegt – zwar nicht für die Ewigkeit, aber dennoch kann sie für mehrere Jahre unverändert stehen bleiben, bis sie entweder in Teilen überarbeitet oder in einem Rutsch komplett neu konzipiert wird. Dennoch schlummern in den Sammlungen der Museen und in den Köpfe ihrer Mitarbeit:innen unzählige Ideen und Themen, die nur darauf warten, in einer Ausstellung präsentiert zu werden.

Hier kommen Wechselausstellungen ins Spiel, die für diese Ideen einen Entfaltungsraum bieten. Oftmals nur für einige Monate konzipiert, stoßen sie neue Impulse und Diskurse an, präsentieren Objekte, die bis dahin über Jahrzehnte in den Sammlungen auf ihren großen Moment gewartet haben. Sie können experimentell, bahnbrechend oder auch ganz schlicht sein. Aber was braucht es alles dafür? Wie wird aus einer Idee eine fertige Ausstellung?

Lasst uns darüber mal reden…

 

00:00:45 – Begrüßung
Willkommen zur dritten Episode des VoloMuPo! Mit zwei neuen Gästen werfen wir den Blick auf eine der schönsten Arbeiten, die man im Museum machen kann.

00:01:10 – Heute zu Gast
Heute berichten Linda Günther und Christopher Hölzel von ihren Erfahrungen aus dem Volontariat und den Ausstellungen, an denen sie mitgewirkt haben.

00:04:10 – Linda Günther (Museen Böttcherstraße Bremen)
Linda ist seit August 2019 wissenschaftliche Volontärin in den Museen Böttcherstraße in Bremen. Diese umfassen das Ludwig Roselius Museum und das Paula Modersohn-Becker Museum und präsentieren Kunstwerke vom Mittelalter bis in die Moderne.

00:04:40 – Christopher Hölzel (Vorderasiatisches Museum Berlin)
Christopher hat sein wissenschaftliches Volontariat im Januar 2020 begonnen. Dieses vollbringt er im Vorderasiatischen Museum im Pergamonmuseum auf der Berliner Museumsinsel zwischen Pergamonaltar und Ischtar-Tor.

00:05:40 – Das heutige Thema
Wir sprechen heute über eine der schönsten Aufgaben, die man im Museum machen kann: Das Konzipieren und Produzieren von Ausstellungen bzw. deren Umplanung angesichts unerwarteter Ereignisse. Besonders Wechselausstellungen, die nur auf eine kurze Laufzeit ausgelegt sind, bieten Museen die Möglichkeit nicht nur ihre weitreichenden Sammlungsbestände zu präsentieren, sondern auch neue Vermittlungswege auszuprobieren oder einen zeitaktuellen Ansatz zu einem Diskurs zu schaffen. Wie eine solche Planung von der Idee bis zur Umsetzung aussehen kann, betrachten wir an zwei Wechselausstellungen, die in Bremen und Berlin produziert wurden.

00:07:35 – Berührend – Annäherung an ein wesentliches Bedürfnis
Vom 19. September 2020 bis zum 28. Februar 2021 zeigt das Paula Modersohn-Becker Museum eine Ausstellung zum Thema Berührungen. Ein Thema, das gerade in Zeiten von Hygienemaßnahmen und Social Distancing immer mehr an Bedeutung gewinnt. Berührend ist hier Doppeldeutig gemeint: Neben der körperlichen Berührung soll vor allem die seelische Berührung im Fokus stehen. Mit den Augen soll gefühlt werden, schließlich sind Museumsobjekte zum Anfassen immer noch eine Seltenheit, gerade in Kunstausstellungen. Wie man sich dennoch diesem Thema annähern kann, erläutert Linda, die gemeinsam mit dem Direktor Dr. Frank Schmidt diese Ausstellung kuratiert hat.

00:32:45 – Eigene Sammlungen
Oftmals für Besucher:innen verborgen, sind Sammlungen wahre Schatzkammern für Museen, denn die Objekte, die man in den Dauerausstellungen findet, machen in der Regel nur einen kleinen Teil der Gesamtzahl aus, auf die man theoretisch zurückgreifen kann. Wechselausstellung bieten dazu die Möglichkeit auch lange eingelagerte Objekte – wenn auch nur für kurze Zeit – zum Vorschein zu bringen. Je nachdem, wie gut die eigene Sammlung erschlossen ist, kann sich die Objektsuche auch zur wahren Entdeckungstour entwickeln.

00:42:00 – Vom Fragment zum Monument – Das Ischtar-Tor in Berlin
Die Museumsinsel ist ein Must-see für alle Urlauber:innen in der Hauptstadt. Mittendrin befindet sich das Pergamonmuseum, in dem archäologische und kulturhistorische Objekte ausgestellt werden. Dazu zählen der namensgebende Pergamonaltar aus Kleinasien als Teil der Antikensammlung, die Mschatta-Fassade aus dem heutigen Jordanien im untergebrachten Museum für Islamische Kunst und das beeindruckende babylonische Ischtar-Tor im Vorderasiatischen Museum. Eben dieses Tor ist Gegenstand der Wechselausstellung Vom Fragment zum Monument – Das Ischtar-Tor in Berlin, die sich nicht nur mit der Geschichte des Tores auseinandersetzt, sondern auch mit dessen Weg aus dem mesopotamischen Sandboden auf die Berliner Museumsinsel, dessen Restauration und Rekonstruktion. Christopher erzählt, wie Wechselausstellung nicht nur Kulturgeschichte vermitteln können, sondern auch Museumsgeschichte.

00:56:15 – Alle (Museums-)Bereiche mitnehmen
Museumsarbeit besteht aus verschieden Bereichen, die auch alle bei der Planung und Umsetzung von Wechselausstellungen eingebunden werden müssen. Welche Vermittlungskonzepte sollen angewandt werden? Welche begleitenden Veranstaltungen müssen geplant werden? Wie macht man auf die kommende Wechselausstellung aufmerksam? Eins steht fest: Ausstellungsplanung kann nie ein Alleingang sein. Ebenso müssen Besucher:innen und deren individuellen Bedürfnisse beachtet werden. Gerade das macht die Ausstellungsplanung so spannend, weil sie jeden Aspekt der Museumsarbeit umfasst, umso stolzer kann man auf das Ergebnis sein.

00:57:20 – Letzter Werbeblock // Verabschiedung
Die Ausstellung Berührend – Annäherung an ein wesentliches Bedürfnis ist noch bis zum 28. Februar 2021 im Paula Modersohn-Becker Museum in Bremen zu sehen. Die Ausstellung Vom Fragment zum Monument – Das Ischtar-Tor in Berlin zeigt das Vorderasiatische Museum in Berlin noch bis zum 3. Oktober 2021. Ein großes Dankeschön an Linda und Christopher für die Einblicke und vielen Dank fürs Zuhören.

 

Zu Gast: Linda Günther (Museen Böttcherstraße Bremen), Christopher Hölzel (Vorderasiatisches Museum Berlin)
Redaktion/Moderation:
 Christian Bihn
Intro- und Outro-Musik: “Hau ab!” von der CD: „Bruders große Reise“, mit freundlicher Genehmigung von Stephan Völker (www.stephan-voelker.de)

Ein Projekt der Museumsstiftung Post und Telekommunikation

Autor: Christian Bihn, 15.01.2021

Episode 2: Das eigene Projekt

Episode 2: Das eigene Projekt

VoloMuPo – Volontariat, Museum, Podcast

 

Das wissenschaftliche Volontariat ist so etwas wie die “Ausbildung” zum Museumsmenschen. Innerhalb von zwei Jahren erhält man Einblicke in alle Bereiche der Museumsarbeit. Vom Sammeln und Bewahren hin zur Museumspädagogik und Verwaltung. Doch wie sieht das genau aus? Was gibt es alles zu tun und welche möglichen Herausforderungen können einen erwarten? Diesen Fragen geht der VoloMuPo nach. Ein Podcast zum Informieren, Vernetzen und Austauschen für Volontär*innen, Interessierte und alle, die mal einen Blick hinter die Kulissen der Museumslandschaft schauen wollen.

Du absolvierst zurzeit dein wissenschaftliches Volontariat und möchtest gerne im VoloMuPo über deine Erfahrungen austauschen? Dann melde dich hier!

 

 

In der zweiten Episode des VoloMuPo dreht sich alles um Projekte, die man während des Volontariats eigenverantwortlich durchführen darf. Denn was nützen Einblicke in die verschiedenen Bereiche der Museumsarbeit, wenn man sie nicht in der Praxis umsetzt. Planung, Organisation und jede Menge Gehirnschmalz sind nötig, um am Ende stolz auf ein Ergebnis schauen zu können.

Heute mit dabei sind Clara Blomeyer aus dem Badischen Landesmuseum in Karlsruhe und André Burmann aus dem LWL-Museum für Archäologie in Herne. Freut euch auf Gespräche zu kurzfristigen Änderungen bei Veranstaltungen und Ausstellungen, neue Gehversuche, den wohl schönsten Arbeitsplatz in Karlsruhe im offiziell ambitioniertesten Museumspodcast-Projekt rund um das wissenschaftliche Volontariat.

Lasst uns darüber mal reden…

 

00:00:45 – Begrüßung
Willkommen bei der zweiten Episode des VoloMuPo! Viele Volontär*innen aus dem ganzen Bundesgebiet haben sich gemeldet und wollen über ihre Erfahrungen aus dem Volontariat berichten. Somit können wir direkt zur zweiten Episode zwei Gäste begrüßen.

00:01:30 – Heute zu Gast
Heute vernetzt sich Nürnberg mit Karlsruhe und Herne. Clara Blomeyer aus dem Badischen Landesmuseum und André Burmann aus dem LWL-Museum für Archäologie melden sich zum Erfahrungsaustausch über eigene Projekte im Volontariat.

00:06:53 – Das heutige Thema
Ziel des Volontariats ist es nicht nur in allen Bereichen der Museumsarbeit Erfahrungen zu sammeln, sondern diese auch aktiv einzusetzen. Hierzu zählen die Organisation von Veranstaltungen oder das Kuratieren von Ausstellungen – oder auch die Produktion eines Podcasts. Heute geben wir einen Einblick in unsere Projekte und die Arbeit, die dahinter steckt.

00:08:05 – Clara Blomeyer (Badisches Landesmuseum Karlsruhe)
Claras Volontariat ist im Landesmuseum dem Referat Kulturvermittlung angegliedert. Dadurch ist sie z.B. immer auch bei Sonderausstellungen und Vermittlungsangeboten eingebunden. Vor allem ist ihr Volontariat mit der Kuratierung einer Sonderausstellung verknüpft. Im Februar 2020 wurde dann die Ausstellung HumANimal – Das Tier und Wir eröffnet, die sich mit der kulturgeschichtlichen Beziehung zwischen Mensch und Tier auseinandersetzt.

00:12:00 – André Burmann (LWL-Museum für Archäologie Herne)
André ist Hausvolontär im LWL-Museum für Archäologie, d.h. er ist keinem festen Bereich zugeordnet und greift demnach überall helfend unter die Arme. Sein Fokus liegt momentan auf der Überarbeitung der Dauerausstellung in Herne. André stellt aber ein anderes Projekt vor: Einen Livestream zum Tag der Befreiung (8./9. Mai). Recht kurzfristig musste eine analoge Veranstaltung dazu, ins Digitale verlagert werden.

00:17:45 – Und dann kam Corona // Digitale Projekte
Das Jahr 2020 wird sicherlich niemand so schnell vergessen. Gerade im Kulturbereich hat der Satz „Und dann kam Corona“ vieles durcheinander geworfen. Viele Veranstaltungen mussten ihren Weg in den digitalen Raum finden. Wir stellen uns die Frage, wie es in einer Zeit nach Corona aussehen? Welche digitalen Formate werden weitergeführt und wie viele Formate werden noch genutzt, wenn Ausstellungshäuser, Theater und Konzerte wieder analog begehbar sein werden.

00:25:55 – Digitale Führungen
Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln machen zurzeit klassische Führungen durch Ausstellungen unmöglich. Während die Museen geschlossen sind, bleibt der analoge Zugang verständlicherweise komplett aus. Aber selbst Führungen können digitalisiert werden, wie André am Beispiel eines Angebots des LWL-Museums für Archäologie erklärt.

00:31:00 – Live-Gaming aus dem Museum für Kommunikation
Von Oktober 2020 bis April 2021 zeigt das Museum für Kommunikation Nürnberg die Wechselausstellung #neuland – Ich, wir und die Digitalisierung. Die Ausstellung wurde vom Museum für Kommunikation Frankfurt in Kooperation mit der Nemetschek-Stiftung kuratiert und widmet sich ganz dem Thema der Digitalisierung. Wie digital eine Digitalisierungs-Ausstellung sein kann, musste sie direkt bei der Eröffnung im März in Frankfurt unter Beweis stellen. In Nürnberg wurde mit Voraussicht bereits ein breites digitales Rahmenprogramm geplant, darunter eine Live-Gaming-Reihe, die Videospiele nicht nur ins Museum holen möchte, sondern auch in die Köpfe von Nicht-Gamer*innen.

00:47:42 – HumANimal // Ausstellung und Podcast
Die Sonderausstellung HumANimal war noch nicht lange eröffnet, bis sie aufgrund des Lockdowns im Frühjahr wieder geschlossen werden musste, damit sie aber trotzdem zugänglich bleiben konnte, wurde sie auf verschiedene Weisen ins Digitale geholt. Objektvorstellungen sowie einen Podcast.

00:57:20 – Podcasts aus dem Museum
Braucht ein Museum einen Podcast? Wir sagen: Ja! Worin liegen die Vorteile, wen erreicht man wie kann einen Museumspodcast füllen? Wir appellieren äußerst subtil dafür, dass Museen vielmehr auf Podcasts setzen, vielleicht sogar als Volontariatsprojekt.

01:10:30 – Letzer Werbeblock // Verabschiedung
HumANimal ist noch bis zum 25. April 2021 in Karlsruhe zu sehen. Danach soll sie auf Wanderschaft gehen. Das Badische Landesmuseum – und vor allem Clara – freut sich auf Anfragen. Der Livestream aus dem LWL-Museum für Archäologie ist auf YouTube zu finden und kann sehr gerne nachgeschaut werden. Lasst gerne einen Like bei allen Social Media-Kanälen da und freut euch auf die nächsten Episoden des VoloMuPo.

 

Zu Gast: Clara Blomeyer (Badisches Landesmuseum Karlsruhe), André Burmann (LWL-Museum für Archäologie Herne)
Redaktion/Moderation:
 Christian Bihn
Intro- und Outro-Musik: “Hau ab!” von der CD: „Bruders große Reise“, mit freundlicher Genehmigung von Stephan Völker (www.stephan-voelker.de)

Ein Projekt der Museumsstiftung Post und Telekommunikation

Autor: Christian Bihn, 15.12.2020