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Stirbt 2019 das Internet? Die Europa-Wahl und das Urheberrecht

Debatten-Dienstag zur digitalen Diskussionskultur

26. Februar 2019, 18.30 Uhr

In der Reihe zur digitalen Debattenkultur „Wir müssen reden!“ lädt das Museum für Kommunikation zur Fishbowl ein - einer Diskussionsmethode, bei der alle mitreden, Ideen einbringen und Fragen an Expert*innen stellen können. Nach der geplanten EU-Urheberrechtsreform müssen künftig Internetplattformen im Vorhinein von Nutzer*innen hochgeladene Bilder, Tonaufnahmen und Videos auf eine mögliche Verletzung des Urheberrechts prüfen. Software-Filter könnten fälschlicherweise Inhalte aus dem Netz fegen. Wie wirkt sich das auf die Kunstfreiheit, Zitatrecht oder den Austausch freien Wissens mit offenen Lizenzmodellen aus? Wer profitiert, wer verliert bei der aktuellen Version der Reform?

Es diskutieren
Mirko Drotschmann YouTube-Kanal MrWissen2go, Journalist bei Funk/MDR,
John Hendrik Weitzmann Referent für Bildung und Recht bei Wikimedia Deutschland,
Karolina Zawada Wiss. Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht, Goethe Universität Frankfurt.
Moderation: Tine Nowak Projektleitung Leben & Lernen X.0

In Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung

Im Anschluss an die Diskussion (ca. 20.30 Uhr) besteht die Möglichkeit zum Austausch im Museumscafé: Der neue Café-Betreiber – die „Genussfee“ hat bis 22 Uhr mit Kaffeespezialitäten, Drinks & Snacks geöffnet. Auch die Ausstellung „Weit weg von Brüssel“ in deren Rahmenprogramm der Debatten-Dienstag stattfindet, kann bis 22 Uhr besucht werden.

Eintritt frei, Einlass ab 18 Uhr

 

Was bewirkt der sogenannte Upload-Filter?

Warum berichten plötzlich so viele YouTuber*innen über die Internet-Apokalypse in 2019?

Inwiefern könnte die EU-Wahl Auswirkung auf die Entscheidung von EU-Kommission, Parlament und Rat zum Artikel 13 der geplanten EU-Urheberrechtsreform haben?

Mirko Drotschmann

Mirko Drotschmman, Foto: Schmott PhotographersMirko Drotschmann ist Journalist, er arbeitet als Moderator, Reporter, Produzent u.a. bei MDR, ZDF, FUNK Auf seinem YouTube-Kanal MrWissen2go, mit fast 900.000 Abonnent*innen, erklärt er seit 2012 historische, politische und gesellschaftliche Themen. Foto: Schmott Photographers

John Hendrik Weitzmann

CC BY-SA 2.0 / Foto by Jan Michalko/re:publica https://www.flickr.com/photos/re-publica/41169372674John Hendrik Weitzmann ist Referent für Politik und Recht bei Wikimedia Deutschland. In seinen Bereich fallen politisch-rechtliche Debatten rund um Freies Wissen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Er ist zudem Rechtsanwalt mit Arbeitsschwerpunkt IP-Recht. Im Wikimedia-Blog hat er gerade erst einen Text von Dimitar Dimitrov und Allison Davenport überarbeitet veröffentlich, in dem Bilanz gezogen wird zum bisher 5-jährigen Prozess der EU Urheberrechtsreform. Foto: Jan Michalko/re:publica (CC BY-SA 2.0)

Karolina Zawada

ZawadaKarolina2019Karolina Zawada ist Juristin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht an der Goethe-Universität Frankfurt. Als Doktorandin am Exzellenzcluster„Die Herausbildung normativer Ordnungen“ forscht sie zu Regulierung vom Internet. Sie befasst sich mit der Praxis der Monetarisierung von Urheberrechten auf YouTube mittels Content ID.

Digitale Diskussionskultur: „Wir müssen reden!“

Debatten-Dienstage

26. Februar, 18.30 Uhr

Stirbt 2019 das Internet? Die Europa-Wahl & das Urheberrecht

9. April, 18.30 Uhr

Siri, Amazon & Co. Von Datenkraken und smarten Assistenten

25. Juni, 18.30 Uhr

Digitale Freunde: Fans, Follower, Fremde?

3. September, 18.30 Uhr

Die Zukunft der Mobilität. KI fährt mit

29. Oktober, 18.30 Uhr

Visuelle Fake News: Bilder, die lügen

2. Dezember, 18.30 Uhr

Alle online, aber Online für alle? Digitale Inklusion

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ARCHIV

Alternativen? Gefällt mir! Social Media jenseits von Facebook & Co

Debatten-Dienstag zur digitalen Diskussionskultur

20. November 2018, 18 Uhr

"Alternativen? Gefällt mir! Social Media jenseits von Facebook & Co". Live-Mitschnitt des Debatten-Dienstags zur digitalen Diskussionskultur vom 20. November 2018

Gibt es Kommunikations-Alternativen jenseits der Social-Media-Giganten Facebook, Twitter & Co.?

Gibt es Kommunikations-Alternativen jenseits der Social-Media-Giganten Facebook, Twitter & Co.?

Wie organisieren wir unsere Freundschaften, Kontakte, Beziehungen im Netz unter Berücksichtigung von Datenschutz

Wie steht es um die Verantwortung der Portale für die Inhalte?

Eine Fishbowl-Diskussion mit Michael Seemann (@mspro, www.michaelseemann.de), Medienforscherin Nele Heise (https://neleheise.de) und Prof. Dr. Jörn Müller-Quade, Direktor am Forschungszentrum für Informatik (FZI, Karlsruhe). Moderation: Indre Zetzsche (https://izetzsche.de).

Politik in 280 Zeichen – Wie geht digitale Demokratie?

Debatten-Dienstag zur digitalen Diskussionskultur

30. Oktober 2018, 18 Uhr

"Politik in 280 Zeichen – Wie geht digitale Demokratie?" Live-Mitschnitt des Debatten-Dienstags zur digitalen Diskussionskultur vom 30. Oktober 2018

Verändert sich die (welt-) politische Landschaft durch die Digitalisierung?

Wie sieht eine gute digitale Meinungsbildung und Teilhabe aus?

Was steckt hinter den Begriffen E-Demokratie, E-Government und E-Partizipation?

Eine Fishbowl-Diskussion mit Deutschlands jüngstem Polit-Talker Louis Klamroth (@louisvalentin, @diskutiermitmir), Digitalberaterin Katja Evertz (#HessenBuzz) und Prof. Dr. Ursula Münch, Direktorin Akademie für politische Bildung (apb-tutzing.de/akademie/direktorin). Moderation: Tine Nowak (@tinowa).

Has(s)t du Worte?! Debatte statt Hate Speech!

Fishbowl-Diskussion

14. August 2018, 18 Uhr

"Has(s)t du Worte?! Debatte statt Hate Speech", Live-Mitschnitt der Fishbowl-Diskussion vom 14. August 2018

Wo liegen Chancen und Gefahren der Diskussionen im Netz?

Was zeichnet eine fruchtbare Debatte aus?

Würde eine Regulierung helfen und wenn ja wie?

Können wir als User aktiv beitragen, eine „Netiquette“ zu etablieren?

Eine Fishbowl-Diskussion mit der Journalistin und Netzaktivistin Kübra Gümüsay (#SchauHin), dem Germanisten und Blogger Linus Giese (buzzaldrins.de) sowie der Politologin Saba Nur Cheema (Bildungsstätte Anne Frank), moderiert von Indre Zetsche (izetzsche.de).

Es diskutierten

Kübra Gümüsay, Journalistin und Netzaktivistin.

In ihrem für den Grimme Online Award nominierten Blog „Ein Fremdwoerterbuch“ veröffentlicht sie kluge und berührende Beiträge zu den Themen Politik, Feminismus und Islam. Sie verleiht denjenigen eine Stimme, die sonst in den Medien nicht gehört werden – und das mit einem weithallenden Echo: Ihr Blog wird monatlich bis zu 13.000 mal angeklickt. Ihr soziales Engagement zeigt sich auch in der Mintinitiierung der beiden Hashtags #schauhin und #ausnahmslos, die sich gegen Alltagsrassismus und Seximus richten sowie in ihren vielbeachteten Vorträgen auf der Re:publica 2016 und 2017.

Linus Giese, Germanist und Blogger.

Nach dem Coming Out im August 2017 bekennt sich Linus Giese offen zu seiner Transsexualität. Er veröffentlicht in seinem viel beachteten Literaturblog „Buzzaldrins Bücher“ Beiträge zu seiner Lieblingslektüre. Nach seiner Reaktion auf einen Fake-Tweet erfährt er fast täglich Anfeindungen über seine Social-Media-Kanäle. Dennoch sucht er den Dialog, teilt die Erfahrungen während seines fortwährenden Transformationsprozesses - und bloggt weiterhin über das, was ihm am wichtigsten ist: Bücher! Denn, so sagt er selbst: „Auch, wenn das pathetisch klingen mag: Bücher sind mein Leben!“

Saba Nur Cheema, Politologin und Leiterin des Bereichs Pädagogik in der Bildungsstätte Anne Frank.

Saba-Nur Cheema entwickelt Angebote zum Umgang mit rechten Ideologien, Diskriminierung und Rassismus, sowie den Themenbereichen Migration, Flucht und Asyl – auch und insbesondere an Schulen. Sie möchte die Ausbildung von jungen „Demokratieprofis“ fördern und sowohl im Umgang mit wachsendem Antisemitismus als auch der zunehmenden Islamfeindlichkeit sensibilisieren. Ein fruchtbarer Dialog zwischen den beiden Religionen und mit der sie umgebenden Gesellschaft, eine differenzierte Betrachtungsweise jenseits von Stereotypen – das sind Bausteine, die in einer dynamischen Welt zum Brückenbauen gebraucht werden.

Die Fishbowl wird moderiert von Indre Zetzsche, Kommunikationsberaterin, Moderatorin und Bloggerin.

Während ihres Studium der Europäischen Ethnologie und Kulturwissenschaft in Berlin eignete sich Indre Zetzsche die Herangehensweise an, die ihre Haltung und Herangehensweise bei der Gestaltung von Kommunikationsprozessen bis heute prägen. Ihre Devise lautet: Zuhören, Beobachten und Verstehen. Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen im Bereich der Bürgerbeteiligungsveranstaltungen, der Digitalisierung und Innovation. Sie ist Mitglied im Zentrum für Digitalen Fortschritt D 64 und ist Mitinitiatorin des Online-Projekts „Was machen“, das jedem*r Interessierten Ideen und Tipps für gesellschaftliches und politisches Engagement anbietet.

Jugend hackt

Programmier-Workshop

15. -17. Juni 2018

Gemeinsam anders sein – oder wie können wir das Netz und die digitale Gesellschaft offener, bunter und diverser gestalten?

Jugendliche mit Spaß am Programmieren haben ein Wochenende lang mit Hilfe von Mentor*innen an Apps, Visualisierungen und Hardwareprojekten zu gesellschaftlich wichtigen Fragen gebaut.

Bei der Abschlusspräsentation, zu der Eltern, Lehrer*innen und die Freund*innen des Museums eingeladen waren, wurden eindrucksvolle Projekte vorgestellt wie mit Code die Welt verbessert werden kann.

Ein Kooperationsprojekt mit der Open Knowledge Foundation Deutschland und dem Verein für Medienbildung.

Kleine Leute – große Meinung!

Trickfilm-Werkstatt

28. Mai 2018

Information - Kommunikation

Was bedeutet Kommunikation? Was benötigt man für eine eigene Meinung? Warum ist miteinander sprechen wichtig? In unserer Werkstatt wurden Kindern und Jugendlichen die Voraussetzungen zur Bildung einer eigenen Meinung vermittelt. Ideen wurden im Trickfilm mit der Stop Motion-Technik umgesetzt.

Eine Kooperation mit der Stadt Frankfurt am Main und dem Kita Bildungsnetz.

Meinungsfreiheit in der digitalen Welt

Plakatwettbewerb

Mai 2018

Wie frei sind wir im Zeitalter von strategisch eingesetzten Fake News und Big Data? Wie beeinflussen soziale Netzwerke und Algorithmen Meinungsbildung und demokratische Prozesse?

Die Zukunft ist digital und unsere Lebens- und Arbeitswelt verändert sich rasant. Internet und digitale Medien bieten unzählige Möglichkeiten der Teilhabe und Meinungsäußerung. Insbesondere Meinungsfreiheit erfordert daher im Kontext des Internets und der Sozialen Medien Medienkompetenz.

Der Wettbewerb „Plakate für die Meinungsfreiheit“ fand im Rahmen der Neuausrichtung des Museums für Kommunikation Frankfurt seit Eröffnung seiner neuen Dauerausstellung im September 2017 statt. Das Museum konnte seine Erfahrungen sls außerschulischer Lernort einbringen und lud Experten aus relevanten Bildungsbereichen ein.

Perform Europe!

WORK-IN-PROGRESS-KUNSTPROJEKT

20. Februar – 4. März 2018

In zwei Wochen erstellten Besucher*innen mit Studierenden der Frankfurt University/Masterstudiengang "Performative Künste in sozialen Feldern" gemeinsam ein emotionales Mapping von Europa und zeigten damit ihre ganz individuelle Haltung zu Europa, diskutierten künstlerisch Grenzen und handelten performative Wege aus

Das "emotional mapping" bot den Auftakt des 2-jährigen WORK-IN-PROGRESS-KUNSTPROJEKTES.

konzipiert von Prof. Patricia Hoeppe

Mit gemischten Gefühlen in die Zukunft?

Frankfurter Bürgerforum

Samstag, 28.10.2017, 15 – 20 Uhr

Einen ganzen Nachmittag diskutierten 120 Bürger*innen in einem Bürgerforum im Museum für Kommunikation darüber, was ihnen in Bezug auf den digitalen Wandel wichtig ist.

Wie gelingt der Spagat zwischen digitalem & analogem Leben?

Welche Gesellschaftlichen Auswirkungen sind zu erwarten?

Was bedeutet die Digitalisierung für unsere Demokratie?

Was bedeutet der Wandel für die Arbeitswelt?

Die Teilnehmern*innen erhielten somit die Möglichkeit, sich aktiv mit konkreten Fragestellungen einzubringen. Denn das Museum will die Einschätzung des digitalen Wandels nicht allein Wissenschaftlern und Experten überlassen. Schließlich stehen viele Menschen in Deutschland der Digitalisierung von Arbeitswelt und Demokratie eher abwartend, skeptisch und ängstlich gegenüber.

Ob Profi oder eher unerfahren im Umgang mit der Digitalisierung – dank des moderierten World-Café fanden alle Teilnehmer*innen an fünf Themenständen gemeinsam Antworten auf die gestellten Fragen. Es bleibt jedoch keine Momentaufnahme, denn die Ergebnisse beeinflussen das weitere Veranstaltungs-, Workshop- und Ausstellungsprogramm von „Leben & Lernen X.0“!

Unterstützt von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main